Gewinn eingebrochen

Gelddrucker Giesecke hält sich knapp in den schwarzen Zahlen

16. April 2014
Der Gelddruck - und Chipkartenkonzern Giesecke & Devrient hat erneut ein schwieriges Jahr hinter sich. Der Gewinn brach regelrecht ein. Die Bestellungen für 2014 stimmen die Firmenspitze aber zuversichtlicher.

Der Gelddrucker Giesecke & Devrient will nach jahrelangen Gewinnrückgängen in diesem Jahr endlich die Wende schaffen. 2013 konnte sich das Unternehmen vor allem wegen des Preisdrucks bei Chipkarten nur knapp in den schwarzen Zahlen halten. Unter dem Strich brach der Gewinn um 93 Prozent auf 2,6 Millionen Euro ein. "Wir haben ein schwieriges Jahr hinter uns", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Walter Schlebusch, am Mittwoch in München.

Sowohl im Geschäft mit Banknoten als auch im Bereich Chipkarten leidet das mehr als 160 Jahre alte Familienunternehmen unter wachsender Konkurrenz und einem Preiskampf. Die Gewinne schrumpfen seit Jahren. Im vergangenen Jahr hatte Giesecke & Devrient deshalb ein Sparprogramm mit dem Abbau von 400 Stellen gestartet, das mit knapp elf Millionen Euro auf den Jahresgewinn drückte. Der Großteil des Stellenabbaus ist bereits abgeschlossen. In der Zentrale ist der Umbau bereits erfolgt. "In München sind wir im Prinzip fertig", sagte Finanzchef Peter Zattler.

"Wir waren vielleicht zu optimistisch"

Für 2014 erwartet er wegen einer guten Auftragslage wieder steigende Gewinne. "Wir wollen die Wende schaffen." Ende vergangenen Jahres lag der Bestand an Bestellungen bei 1,1 Milliarden Euro und damit 20 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum.

Mit den Ergebnissen des vergangenen Jahres hat Giesecke & Devrient seine eigenen Prognosen weit verfehlt. "Wir waren vielleicht zu optimistisch", sagte Schlebusch. Sein Vorgänger Karsten Ottenberg hatte im April 2013 steigende Gewinne in Aussicht gestellt. Wenige Tage nach dieser Prognose verkündete er aber seinen Rücktritt an der Spitze von Giesecke & Devrient und wechselte später zum Hausgerätehersteller Bosch Siemens.

Der Umsatz blieb im vergangenen Jahr mit 1,75 Milliarden Euro um zwei Prozent hinter dem Vorjahr zurück. Mehr als die Hälfte davon steuerte das Banknoten-Geschäft bei. Giesecke & Devrient stellt zahlreiche verschiedene Währungen her, darunter auch Euro-Noten. Weltweit beschäftigt das Unternehmen knapp 11 700 Mitarbeiter, davon etwa 4000 in München, Leipzig, Gmund am Tegernsee und anderen Standorten in Deutschland. (dpa/tö)

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