Härteres Sparprogramm

Generali will Übernahme durch Intesa verhindern

13.02.2017
Der italienische Versicherer Generali versucht laut einem Pressebericht mit einem verschärften Sparprogramm einer Übernahme durch die Großbank Intesa Sanpaolo zu entgehen.

Der Versicherer wolle seine Betriebskosten in großen Märkten statt wie bisher geplant um vier Prozent nun um sechs bis sieben Prozent senken, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf eine mit den Überlegungen vertraute Person. Mit dem Schritt, der Generalis Gewinn zugute käme, wolle der Konzern seine Aktionäre dazu bewegen, die Unabhängigkeit des Versicherers zu unterstützen. Die bisherigen Sparpläne sollten die jährlichen Kosten um 200 Millionen Euro senken.

Intesa hat bisher keine Offerte für Generali vorgelegt. Allerdings hat die Bank bestätigt, dass sie über ein Zusammengehen mit dem VersichererVersicherer nachdenkt. Der "Financial Times" zufolge hat Intesa-Chef Carlo Messina den Großaktionären der Bank vergangene Woche gesagt, dass er eine Fusion im Einvernehmen beabsichtige. Er wolle daher Generalis Großaktionäre wie die italienische Bank Mediobanca und mehrere Industrie-Milliardäre für sich gewinnen. Top-Firmen der Branche Versicherungen

Wie die Zeitung weiter schreibt, wolle Messina auf diese Weise den Aufschlag begrenzen, den Intesa auf Generalis Aktienkurs für eine erfolgreiche Übernahme bieten muss. Einen reinen Aktientausch mit Generali, bei dem sich beide Unternehmen gegenseitig aneinander beteiligen würden, habe Messina Bankern zufolge ausgeschlossen. Denn die Investmentbank Mediobanca, die bisher 13 Prozent an Generali hält, würde in diesem Fall zu einem der größten Aktionäre bei Intesa aufsteigen.

Ein Zusammengehen von Intesa und Generali würde die italienische Finanzwelt gründlich verändern. Der fusionierte Konzern hätte nach jetzigem Stand einen Börsenwert von rund rund 59 Milliarden Euro. Generali war an der Börse zuletzt 22,8 Milliarden Euro wert. (dpa/rs)

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