CIOs und IT-Leiter müssen um Anerkennung ringen

Geschäftsführer kennen Wert der IT nicht

08. November 2007
Von Claude Unterleitner
Eine der größten Herausforderungen für CIOs ist die Rechtfertigung ihrer Leistungen für das Unternehmen. Vorstände erkennen die Geschäftsbeiträge anderer Abteilungen wie etwa dem Vertrieb oder dem Marketing gut, weniger jedoch den Beitrag der IT zum Geschäftserfolg. Wie eine Studie des Unternehmens Touchpaper zeigt, wissen viele Geschäftsführer nicht, welche Bedeutung die IT für die eigene Firma hat.
Viele CIOs finden es schwierig, den Wertbeitrag der IT zu demonstrieren
Viele CIOs finden es schwierig, den Wertbeitrag der IT zu demonstrieren

Eine Mehrheit (82 Prozent) der CIOs und IT-Leiter erkennt die Schwierigkeit, den Einfluss der IT auf den Geschäftserfolg zu belegen. Dies führt ihrer Meinung nach zu einer Missachtung des IT-Bereichs im Unternehmen und damit auch zu geringeren Budgets. Laut der Studie des IT-Business-Management-Anbieters Touchpaper sehen weiterhin drei Viertel der Befragten kaum Möglichkeiten, den geschäftlichen Wert ihrer Arbeit zu belegen. Dies hindert sie daran, im Unternehmensvorstand eine wichtigere Rolle zu spielen.

Weniger als die Hälfte (47 Prozent) der Unternehmen hat Erfolgsfaktoren definiert, um die Leistungen der IT hinsichtlich strategischer Geschäftsprozesse zu messen. Die Mehrheit der Umfrageteilnehmer (96 Prozent) hat kein System zur Verfolgung und Bewertung der Leistungen der IT-Abteilungen eingerichtet und hängt noch immer ganz oder teilweise von nicht automatisierten Messverfahren wie Tabellen und manuell zu pflegenden Datenbanken ab.

Ein Problem in der Beurteilung der Leistungen der IT-Abteilungen liegt darin, dass deren Leistung schlicht nicht oder nur unvollständig gemessen wird: Etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen (55 Prozent) verwendet eine Kombination aus automatisierten und manuellen Lösungen zur Messung der Leistung. Neun Prozent messen die Leistung überhaupt nicht.

Jede zweite Firma verzichtet auf KPIs.
Jede zweite Firma verzichtet auf KPIs.

Etwa die Hälfte (47 Prozent) der Umfrageteilnehmer verwendet inzwischen KPIs, um zu messen, inwieweit die IT ihre strategischen Geschäftsziele unterstützt. Viele der Teilnehmer haben jedoch Probleme, diese zu integrieren: es fehlt ihnen vor allem an Zeit und Ressourcen, hinzu kommen kulturelle Widerstände, fehlende Technologien und fehlende Anleitungen. Dennoch, im Vergleich zu einer ähnlichen Studie von Touchpaper im Jahr 2006, ist der Anteil der Nutzer von KPIs gestiegen: von 40 Prozent auf jetzt 47 Prozent.