Viele Unternehmen verkennen Potenzial

Geschäftsprozess­optimierung hilft beim Sparen

15. März 2005
Von Tanja Wolff
Ausgaben in die Optimierung von Geschäftsprozessen zahlen sich aus. Die Studie Business Process Report 2005 von IDS Scheer und der Beratungsfirma Softselect zeigt, dass jedes dritte Unternehmen seine Kosten durch die Geschäftsprozessoptimierung um mehr als zehn Prozent reduziert hat. Fast die Hälfte gab an, dass ihre Investition den erwarteten Nutzen erbracht und sogar übertroffen hätte.

Die Optimierung der Geschäftsprozesse führe zu einer schnelleren Auftragsbearbeitung und einer erhöhten Produkt- oder Dienstleistungsqualität. Obwohl sich mehr als zwei Drittel stark mit dem Management dieses Bereiches beschäftigen, verkenne noch jedes zweite Unternehmen das Potenzial. Die Folge sei, dass die Firmen die Leistungsfähigkeit ihrer eigenen Prozesse schlechter einschätzten als im Vorjahr. Die besten Noten hätten sich Telekommunikationsunternehmen und Energieversorger gegeben.

Die öffentliche Verwaltung will in die Optimierung von Geschäftsprozessen investieren.
Die öffentliche Verwaltung will in die Optimierung von Geschäftsprozessen investieren.

"Gerade in wirtschaftlichen Engpässen ist das Management von Geschäftsprozessen ein Lösungsinstrument, um effizienter und kostengünstiger zu werden", so der Vorstandssprecher von IDS Scheer, Helmut Kruppke. Effizienzsteigerung und Kostenreduktion seien für fast alle das Wichtigste gewesen.

Bei der Befragung sei deutlich geworden, dass die Firmen auf die neuen Anwendungsplattformen hoffen. Rund die Hälfte nannte dabei SAP Netweaver vor MicrosoftMicrosoft.net (15 Prozent) und IBMIBM Websphere (13 Prozent). Von diesen versprechen sich die Unternehmen eine stärkere Prozessorientierung, mehr Flexibilität in der IT-Ausrichtung auf strategische Ziele, geringere IT-Kosten und mehr Unabhängigkeit von Software-Herstellern. Alles zu IBM auf CIO.de Alles zu Microsoft auf CIO.de

Bei den Investitionsplanungen für dieses Jahr stünden die kundennahen Prozesse im Vordergrund. Für Vertrieb und Marketing werde rund 37 Prozent mehr Budget als 2004 eingeplant, für den Kundensupport rund ein Drittel und für die Auftragsabwicklung 21 Prozent. Vor allem die Öffentliche Verwaltung zeige eine hohe Investitionsbereitschaft. Dagegen sei das OutsourcingOutsourcing von Geschäftsprozessen auch in diesem Jahr noch kein vordringliches Thema. So würden 70 Prozent der Befragten bis 2010 keine Auslagerungen planen. Alles zu Outsourcing auf CIO.de

Ermittelt wurden die Ergebnisse durch eine Befragung von 150 IT-Entscheidern in deutschen Unternehmen, größtenteils aus der IndustrieIndustrie. Die größten Gruppen stellten mit jeweils einem Drittel Mittelständler und Konzerne. Die Befragung erfolgte zum dritten Mal und wurde sowohl online als auch telefonisch durchgeführt. Top-Firmen der Branche Industrie

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