Fach- und Führungskräfte

Gestörte Kommunikation

16. September 2010
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Die interne Unternehmenskommunikation hält nicht mit dem hohen Change-Tempo stand. Jeder Fünfte ist mit der Information über Änderungen in der Personalpolitik unzufrieden. Die häufigsten Kommunikationswege im Überblick.
Wo die Unternehmen in Sachen Veränderungskommunikation Schwierigkeiten haben.
Wo die Unternehmen in Sachen Veränderungskommunikation Schwierigkeiten haben.

Wilhelm Busch war noch optimistisch: "Einszweidrei im Sauseschritt läuft die Zeit. Wir laufen mit", behauptete er. Hört man sich in deutschen Unternehmen um, klingt das anders. Manager klagen, Veränderungen erfolgten immer schneller. Außerdem kommunizierten die Firmenleitungen Veränderungen nicht gut. Das geht zumindest aus der Studie "Change Management - wie moderne Kommunikation Unternehmen schlagkräftig macht" hervor, die im Auftrag der Anbieter Damovo und Cisco (beide bei München) entstanden ist.

Demnach halten 82 Prozent von 224 befragten Fach- und Führungskräften das Umsetzen von Veränderungen in ihrem Unternehmen für "eher wichtig" bis "sehr wichtig". Unwichtig findet das kein Einziger.

67 Prozent der Führungskräfte glauben, dass das Tempo der Veränderungen steigt. Unter den Fachkräften sagen das 59 Prozent. Insgesamt nur einer von hundert Befragten erwartet, dass die Geschwindigkeit wieder abnimmt.

Dabei scheint es in Sachen interne Kommunikation an einigen Stellen zu hapern. Kritik gibt es vor allem bei Veränderungen in der Personalpolitik. Jeder Fünfte hält die Kommunikation seines Unternehmens in diesem Punkt für "eher schlecht" bis "sehr schlecht". Ebenfalls fast jeder Fünfte (18 Prozent) moniert das auch bei Kostensenkungsmaßnahmen.