Linde

Globalisierung hat viele Gesichter

07. Mai 2008
Riem Sarsam ist IDG-Redakteurin und leitet verantwortlich das CIO Leadership Excellence Program (LEP), eine exklusive Fortbildung für IT-Manager, gemeinsam veranstaltet von CIO und der WHU – Otto Beisheim School of Management .
Im Blickpunkt des Konzerns steht der Ausbau des internationalen Geschäfts. Die IT ist im Bereich Infrastructure Services (IS) gebündelt. Ein Gespräch mit Ronald Geiger - seit Januar 2008 CIO von Linde.
Linde-CIO Ronald Geiger: "Der CIO sollte ein ausgewogenes, fundiertes Verständnis sowohl der technischen als auch der geschäftlichen Aspekte mitbringen."
Linde-CIO Ronald Geiger: "Der CIO sollte ein ausgewogenes, fundiertes Verständnis sowohl der technischen als auch der geschäftlichen Aspekte mitbringen."
Foto: Linde AG

Herr Geiger, Linde ist ein weltweit aufgestellter Konzern. Was bedeutet das für Sie?

Die Globalisierung hat viele Gesichter und bietet neben Chancen auch Risiken und Herausforderungen. Das Geschäft mit Industriegasen hängt von lokalen Marktbedingungen ab. Andere Segmente hingegen versorgen globale Kunden. Hierzu zählen die Halbleiter-, die Automobil- und die Energiebranche. Unsere IS-Organisation muss sowohl regionale als auch globale Bedürfnisse erfüllen.

Und wie richten Sie die IT-Organisation und -Prozesse darauf aus?

Business-orientierte Abteilungen sind eng mit ihren jeweiligen regionalen oder globalen Geschäftsbereichen verzahnt. Sie müssen geschäftliche Bedürfnisse nachvollziehen und in Anforderungskataloge umsetzen, aber auch die Dienstleistungen verwalten, die in ihrer Region erbracht werden. Globale Dienstleistungsgruppen erarbeiten Lösungen für die bestehenden Bedürfnisse und konzipieren standardisierte Ansätze.

Welche Methoden haben sich dabei bewährt?

Durch die Trennung der geschäftlichen Nachfrage vom IS-Angebot lässt sich der Kundendienst effizienter strukturieren. Wir machen immer mehr von ITIL-basierten Verfahren Gebrauch. Unsere globalen Abteilungen nutzen ihre Größenvorteile, um mit Lieferanten Verträge und Vereinbarungen zu schließen.

Linde hat in den vergangenen zehn Jahren viel fusioniert, übernommen und ausgegliedert. Wie geht die IT mit dem Thema Mergers & Acquisitions um?

Bei der Integration von BOC haben wir zum frühestmöglichen Zeitpunkt eine IT-Arbeitsgruppe aus Mitarbeitern von Linde und BOC gebildet. Dank deren Vorbereitung standen E-Mail, Firmenadressbuch, Intranet und die zugrunde liegenden NetzwerkeNetzwerke bereits ab dem ersten Tag allen Mitarbeitern zur Verfügung. Außerdem entwickelte die Mannschaft zur Bearbeitung von Daten- und Systemzugriffsanforderungen eigene, einfache, aber effiziente Verfahren und Werkzeuge. Alles zu Netzwerke auf CIO.de

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