Reaktion auf Apple

Google kauft Datentausch-App Bump

17. September 2013
Die App Bump sorgte beim Start vor fünf Jahren für viel Aufsehen: Zwei Leute stoßen ihre Smartphones an - und schon sind die Kontaktdaten ausgetauscht. Doch den Machern gelang es nie, damit Geld zu verdienen. Jetzt kauft der Internet-Riese Google die App.

Google setzt seine Einkaufstour bei Apps fort. Der Internet-Konzern hat jetzt die Anwendung Bump übernommen, mit deren Hilfe man Kontaktdaten durch Anstoßen von zwei SmartphonesSmartphones austauschen kann. Die App werde "zunächst" wie gewohnt funktionieren, schrieb Bump-Mitgründer David Lieb in einem Blogeintrag. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt, nach Informationen der "New York Times" zahlte GoogleGoogle 40 Millionen Dollar. Das wäre kein besonders großer Wurf für die Investoren von Bump: Seit dem Start der App 2008 sollen sie rund 20 Millionen Dollar in das Start-up gesteckt haben. Alles zu Google auf CIO.de Alles zu Smartphones auf CIO.de

Mit dem Kauf von Bump reagiert Google auf eine Entwicklung beim Konkurrenten AppleApple. Mit dem neuen Betriebssystem iOS 7 für iPhoneiPhone und iPadiPad führen die Kalifornier die neue Funktion AirDrop ein. Damit soll der Austausch von Dateien zwischen Apple-Geräten vereinfacht werden. Die Entwickler von Bump hatten ihre Technologie auch an andere App-Anbieter lizenziert und als zweite Anwendung die App Flock zum Teilen von Fotos herausgebracht. Auch sie solle vorerst weiter funktionieren. Bump war es nicht gelungen, ein Geschäftsmodell um die Gratis-Apps aufzubauen. Die App Bump gibt es für das Google-System AndroidAndroid aber auch für das iPhone. Alles zu Android auf CIO.de Alles zu Apple auf CIO.de Alles zu iPad auf CIO.de Alles zu iPhone auf CIO.de

Google hatte jüngst die Navigations-App Waze gekauft, die den Weg auch mit Hilfe von Nutzer-Informationen berechnet. Im vergangenen Jahr schnappte sich der Internet-Konzern unter anderem die Mail-Anwendung Sparrow. (dpa/rs)