Eric Schmidt ist sauer

Google verschärft Kritik an NSA

04. November 2013
Die Konzernspitze von Google hat wütend auf Berichte über Spionage-Aktionen des US-Geheimdienstes NSA gegen das Internetunternehmen reagiert.

"Wenn es stimmt, dass die NSA zwischen die Google-Rechenzentren geschaut hat, ist das empörend", sagte Verwaltungsratschef Eric Schmidt dem "Wall Street Journal". Das mutmaßliche Sammeln der Telefon-Daten von 320 Millionen Menschen, um vielleicht 300 Leute ausfindig zu machen sei eine schlechte Politik "und möglicherweise illegal", erklärte Schmidt in dem am Montag veröffentlichten Gespräch.

Die NSA soll sich in den Datenverkehr zwischen den Rechenzentren der Internet-Konzerne GoogleGoogle und Yahoo eingeklinkt haben, berichtete die Zeitung "Washington Post" vergangene Woche. So könne der Geheimdienst Daten von Googles E-Mail-Dienst, Suchanfragen oder Dokumente von Nutzern einsehen. Die Zeitung stützte sich dabei auf Unterlagen aus dem Fundus des Informanten Edward Snowden und Gespräche mit Regierungsvertretern. Google hatte sich bereits in einer ersten Reaktion aufgebracht gezeigt. Alles zu Google auf CIO.de

Schmidt stellte in Frage, ob ein solches Schnüffelprogramm legal sei: "Aus der Sicht von Google ist jeder interner Zugriff auf Google-Diensten nicht autorisiert und fast sicher illegal", sagte er dem Fernsehsender CNN. Google drängt gemeinsam mit anderen Internetfirmen auf Reformen des Spionagedienstes NSA. (dpa/rs)

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