Green IT

Greenpeace wirft IT-Branche Versagen vor

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
In einem Ranking des Umweltschützers Greenpeace liegen IBM und Sun vorn. Sie erreichen allerdings nur 29 von 100 möglichen Punkten.

Greenpeace-Mitarbeiterin Melanie Francis findet deutliche Worte: "Die Mehrheit der IT-Unternehmen redet viel davon, grün zu werden, statt konkrete Nachweise zu bringen, wie ihre Software und Hardware Emissionen wirklich reduziert", sagt sie. Die Umweltschützer haben ein Ranking von zwölf Konzernen erstellt. IBM und Sun liegen vorn.

Das ist jedoch kaum ein Grund zum Jubeln. Die Teilnehmer des sogenannten "Cool IT Challenge"-Rankings hätten 100 Punkte erreichen können. Die Liste aller Teilnehmer sieht aus wie folgt: IBMIBM und Sun mit je 29 Punkten, DellDell (21 Punkte), Cisco (19 Punkte), Intel und Fujitsu (je 18 Punkte), Nokia (16 Punkte), HPHP (13 Punkte), MicrosoftMicrosoft und Sony (je 7 Punkte) sowie Sharp (5 Punkte) und Toshiba (2 Punkte). Alles zu Dell auf CIO.de Alles zu HP auf CIO.de Alles zu IBM auf CIO.de Alles zu Microsoft auf CIO.de

Ein Blick auf das Wertungs-System wirft allerdings die Frage auf, wie konkret Greenpeace selbst vorgegangen ist. Denn: Die Organisation hat nicht nur die technischen Lösungen der Anbieter untersucht, sondern auch schwammige Kategorien wie "politisches Engagement" oder Lobbying. Dazu Greenpeace-Mitarbeiterin Iza Kruszewska: "Da die UN-Klimakonferenz in Kopenhagen kurz bevorsteht, haben wir politisches Lobbying eher hoch bewertet".

Unter diesem Aspekt greifen die Umweltschützer insbesondere Microsoft an. Alle wüssten, zu welch starkem Lobbying der Redmonder Konzern in der Lage ist, so Kruszewska. Doch Microsoft nutze das nicht, um sich für den Klimaschutz stark zu machen.

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