Bund fördert Projekt mit zwei Millionen Euro

Grid-Technologie für den Mittelstand

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Das Oldenburger Informatik-Institut Offis koordiniert ein ehrgeiziges Projekt: Mit Fördergeldern des Bundesforschungsministeriums soll es Grid-Technologien auch für den Mittelstand anwendbar machen. Über insgesamt drei Jahre gibt das Ministerium von Annette Schavan (CDU) dafür zwei Millionen Euro aus.
Von Grid sollen nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Unternehmen profitieren.
Von Grid sollen nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Unternehmen profitieren.

Den Begriff "Grid“ kann man auf die komplizierte und auf die einfache Art erklären. Es handelt sich um eine Infrastruktur, die autonome Ressourcen integriert und für die gemeinsame Nutzung verfügbar macht. So weit, so kompliziert. Simpel gesagt kann mit Grid Rechenleistung aus dem Internet gezogen werden wie Strom aus der Steckdose.

Von der Möglichkeit, verteilt zu rechnen, profitierten bislang vor allem Wissenschaftler-Gruppen, die komplexe und große Daten-Mengen zu verarbeiten haben. Jetzt soll das von Ministerium auf den Namen "BIS-Grid“ getaufte Projekt dafür sorgen, dass sie auch mittelständische Unternehmen mit Gewinn einsetzen können.

BIS-Grid soll beweisen, dass die Technologie sicher, zuverlässig und leicht zu koordinieren ist. Vor allem aber wollen die Forscher den Mittelständlern aufzeigen, welches Anwendungspotenzial die Technologie hat - beispielsweise, wenn sie zusammen mit service-orientierten Architekturen (SOA) eingesetzt wird.

Grid entspreche auf der Ressourcen-Ebene in etwa dem, was SOA auf der Anwendungsebene darstelle, teilen die Experten von Offis mit: zwei Integrationstechnologien mit vielen Gemeinsamkeiten. Beide erfolgreich zusammen zu schnüren, lautet die Herausforderung.

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