Playstation 4 und Xbox One

Große Kaufbereitschaft für neue Spielekonsolen

25. November 2013
Sony und Microsoft setzen viel Hoffnung auf ihre neuen Spielekonsolen. Das Interesse an der Playstation 4 und der Xbox One dürfte groß sein, schätzen Marktbeobachter. Für den Absatz von einer Millionen Geräten brauchten die Unternehmen jeweils nur 24 Stunden.

Die neuen Spielekonsolen von MicrosoftMicrosoft und Sony stoßen einer aktuellen Umfrage zufolge auf großes Interesse bei den Nutzern in Deutschland. Rund vier von zehn Konsolenbesitzer wollten sich in den nächsten zwölf Monaten eine Playstation 4 oder eine Xbox One zulegen, teilte das Beratungshaus PwC am Montag mit. Dazu kommen 18 Prozent derjenigen, die bislang noch keine Spielekonsole besitzen. Insgesamt seien damit rund 30 Prozent der Onlinenutzer am Kauf einer neuen Spielekonsole interessiert, teilte die Branchenbeobachter mit. Alles zu Microsoft auf CIO.de

Die neue Konsolengeneration ist der große Hoffnungsträger der Branche, die zuletzt wiederholt Umsatzeinbußen verzeichnete. Xbox One und Playstation 4 lösen die seit fast acht Jahren im Markt befindlichen Vorgängerinnen ab. Innerhalb von 24 Stunden nach dem Start in 13 Ländern der Welt verkaufte Microsoft über eine Million Geräte. Sony überschritt die Millionen-Grenze in der gleichen Zeit allein in Nordamerika. Die Playstation 4 kommt erst kommenden Freitag in Europa in den Handel.

Nach wie vor seien die Konsole die umsatzstärkste Spieleplattform in Deutschland, sagte Werner Ballhaus von PwC. Zuletzt sei der Erlös jedoch auf unter eine Milliarde Euro gesunken. In den kommenden Jahren bis 2017 werde der Markt aber wieder um im Schnitt 4,5 Prozent pro Jahr auf rund 1,25 Milliarden Euro zulegen, schätzt Ballhaus. Neben den klassischen Konsolen war in den vergangenen Jahren verstärkt auch der Markt für Browser-Spiele für den PC sowie mobile Games auf TabletsTablets und SmartphonesSmartphones gewachsen. Die Spielergemeinde wuchs ebenfalls stetig an. Inzwischen spielten laut PwC mehr als 60 Prozent der befragten Konsumenten Videospiele. Alles zu Smartphones auf CIO.de Alles zu Tablets auf CIO.de

Zum Standard der Konsolen zählt längst die Verbindung zum Internet und umfangreiche Online-Plattformen zum Kaufen, Streamen und miteinander Spielen. Das Beratungsunternehmen PwC fand allerdings heraus, dass nur bei knapp der Hälfte der befragten Konsolenbesitzer ihr Gerät tatsächlich auch an das heimische Netzwerk angeschlossen ist. Sowohl die PS4 als auch die Xbox One lassen sich auch offline nutzen. Ursprünglich hatte Microsoft für seine Konsole eine Online-Pflicht einführen wollen, nach heftigen Protesten aus der Nutzergemeinde allerdings wieder Abstand von den Plänen genommen. Nur zum Download des ersten Updates ist nun eine Verbindung zum Netz erforderlich.

Ein großes Thema bei den neuen Spielekonsolen sind die Möglichkeiten der Vernetzung. So lassen sich Spiele etwa an der Konsole anspielen und auf dem Tablet bruchlos unterwegs weiterspielen. "Der Trend zum vernetzten und zunehmend mobilen Spiel ist Herausforderung und Chance für die Spielehersteller", schätzt Niklas Wilke, Videospiel-Experte bei PwC. Mit neuen Spieletiteln auf mehreren Plattformen auch Umsatz zu generieren, setzte Änderungen am Geschäftsmodell voraus. "Nur wenige Spieler dürften dazu bereit sein, für den gleichen Titel mehrfach zu bezahlen." (dpa/rs)