Beratung

Große Nachfrage nach Management-Consultants

11. September 2008
Sabine Prehl ist freie Journalistin und lebt in München.
Die Unternehmensberater in Deutschland konnten ihre Umsätze im vergangenen Jahr erneut zweistellig steigern.

Der deutsche Markt für Management­Beratung hat 2007 um 11,6 Prozent zugelegt. Dem Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) zufolge lag das Marktvolumen für klassische Management- und Unternehmensberatungsleistungen bei 16,4 Milliarden Euro.

Den höchsten Anteil am Gesamtumsatz haben Analysen von Lünendonk dabei die Bereiche Effizienzsteigerung (10,8 Prozent), Wachstumsstrategien (8,5 Prozent) und Organisation (7,6 Prozent). Es folgen Human-Resources-Management (7,4 Prozent), Marketing- und Vertriebsoptimierung (6,9 Prozent), Logistik (6,8 Prozent) und Einkauf/Beschaffung mit 6,5 Prozent. Dabei sind Wachstumsstrategien vorrangig ein Thema der großen Häuser, während die kleineren Anbieter vor allem mit Marketing- und Vertriebsverbesserungen ihr Geld verdienen.

Desweiteren ergaben die Lünendonk-Umfrage, dass sich die Consulting-Häuser in erster Linie als "dauerhafte Partner" ihrer Kunden verstehen. Diese Sichtweise vertraten 58 Prozent der befragten Anbieter, wobei Mehrfachnennungen möglich waren. Als "Berater" sehen sich 42 Prozent und als "individuelle Problemlöser" 40 Prozent der Consultants. Weitere genannte Bezeichnungen waren "Transformationspartner" (39 Prozent), "Beratungsdienstleister" (32 Prozent), "Innovationspartner" (25 Prozent), "Coach" (21 Prozent) und "Gesamtdienstleister" (11 Prozent). Die Themen Konsistenz, Transformation, Innovation und Beratung stehen vor allem bei den großen Management-Consultants im Vordergrund. Die mittleren und kleineren Anbieter sehen sich dagegen eher als Coachs, Beratungsdienstleister und individuelle Problemlöser.

Mehr als die Hälfte der Befragten rechnet damit, dass der Wettbewerb mit Gesamtdienstleistern, also Unternehmen, die neben IT-Beratung auch Management-Beratung und Umsetzung anbieten, in den nächsten Jahren zunehmen wird. Und etwas weniger als die Hälfte geht davon aus, dass erfolgsabhängige Beraterverträge stark an Bedeutung gewinnen werden.

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