Angst vor Kontrollverlust über Daten und Systeme

Großes Misstrauen gegenüber Cloud Computing

17. April 2009
Von Nicolas Zeitler
Die meisten IT-Chefs in Deutschland fürchten bei Cloud Computing um die Sicherheit ihrer Daten. Gleichzeitig sehen sie in dem Modell Möglichkeiten, IT-Kosten zu senken. Bisher nutzt die Mehrheit Cloud Computing nicht.

Sechs von zehn IT-Managern in deutschen Firmen setzen bisher kein Cloud ComputingCloud Computing ein. Damit ist die Akzeptanz des Modells hierzulande in etwa gleich hoch wie im weltweiten Durchschnitt. Das hat eine Befragung von Avanade ergeben, einem weltweit tätigen IT-Beratungshaus. Alles zu Cloud Computing auf CIO.de

Skeptiker in der Mehrzahl, Anwender in der Unterzahl: Bisher vertrauen die meisten CIOs ihren internen Systemen eher als Cloud Computing.
Skeptiker in der Mehrzahl, Anwender in der Unterzahl: Bisher vertrauen die meisten CIOs ihren internen Systemen eher als Cloud Computing.
Foto: Avanade

Von den Firmen, die bisher nicht auf Cloud Computing setzen, wollen 80 Prozent ihre Zurückhaltung auch innerhalb der kommenden zwölf Monate nicht aufgeben. Das Misstrauen ist groß. 72 Prozent der mehr als 500 befragten Manager und IT-Verantwortlichen aus 17 Ländern vertrauen ihren internen Systemen mehr als IT-Leistungen, die sie von fern beziehen können. Deutsche sind sogar noch vorsichtiger. Hier äußerten vier von fünf, sie hätten Angst vor einem Kontrollverlust über Daten und Systeme.

Fast zwei Drittel der deutschen IT-Entscheider meinen außerdem, Cloud Computing sei ein Thema, das nur kurzfristig hochgekocht werde. Gleichzeitig sehen sich 60 Prozent als Vorreiter, die sich auf Neuerungen grundsätzlich als Erste einlassen. Mit dieser Haltung sind Deutsche eher fortschrittlich, denn weltweit gaben 53 Prozent an, mit dem Einsatz neuer Technologie zu warten, bis diese sich bewährt habe.

Erfahrung mit Cloud Computing haben bisher 40 Prozent der befragten IT-Chefs in Deutschland gemacht, fünf Prozent setzen nur auf Cloud-Lösungen. In anderen Ländern ist der Ansatz schon weiter verbreitet. 57 Prozent der US-CIOs, jeweils 48 Prozent der IT-Chefs in Großbritannien und Norwegen und 44 Prozent der dänischen Verantwortlichen setzen zumindest teilweise darauf.

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