CIO des Jahres


CIO-Magazin und Computerwoche

Guus Dekkers von Airbus ist CIO des Jahres 2013

Schreibt und bearbeitet Karrierethemen - in der Digitalredaktion von COMPUTERWOCHE, CIO-Magazin, ChannelPartner und Tecchannel. Ihre Schwerpunkte sind IT-Arbeitsmarkt, Recruiting, Freiberufler, Aus- und Weiterbildung, IT-Gehälter, Work-Life-Balance, Employer Branding, Führung und und und.  Wenn sie nicht gerade Projekte wie den "CIO des Jahres" betreut. Hofft auf mehr Frauen in der IT.
Zum elften Mal haben sich die IT-Chefs im deutschsprachigen Raum unserem Wettbewerb "CIO des Jahres" gestellt. Gewonnen hat ihn Guus Dekkers, CIO von Airbus / EADS.
Guus Dekkers von Airbus ist "CIO des Jahres 2013".
Guus Dekkers von Airbus ist "CIO des Jahres 2013".
Foto: EADS

Guus Dekkers heißt der Gewinner des "CIO des Jahres 2013" in der Kategorie Großunternehmen. Der Holländer hat die Entwicklungsingenieure aus den vier großen Airbus-Gründernationen und aus zahllosen weiteren Ländern auf eine Plattform gehoben: Die einheitliche, vollständige virtuelle Abbildung des "Airbus A359" erlaubt über 10.000 Nutzern weltweit zu jedem Zeitpunkt auf relevante Konfigurationen zuzugreifen und sie zu modifizieren. Die Jury urteilt: "Guus Dekkers hat ein riesiges Projekt mit sehr hoher Komplexität bewältigt, das für die Zukunft seines Unternehmens von ganz entscheidender Bedeutung ist. Er sticht bei der Durchführung hochkomplexer Vorhaben heraus."

In der Kategorie Mittelstand ergatterte 2013 Gilbert Riegel den ersten Platz. Der CIO hat nach dem Carve-Out von Gigaset Communications aus der Siemens AGSiemens AG hat eine eigenständige IT-Landschaft errichtet und das in nur neun Monaten. Riegel führte die Transformation von einer dezentralen und komplett ausgelagerten Konzern-IT in eine zentralisierte, geschäftsorientierte und anforderungsgerechte IT-Organisation und -Landschaft durch. Die IT-Kosten reduzierte er um 50 Prozent. Die Jury lobt explizit seine strukturierte Vorgehensweise und die gelungene Einbindung der 17 Auslandsstandorte. Ferner finde das Alignment zwischen Business und IT auf mehreren Ebenen statt und zeuge von guten Management-Fähigkeiten. Abschließend überzeugte Riegel die Jury durch seine klare Zukunftsvision sowie durch eine plausible IT-Strategie. Top-500-Firmenprofil für Siemens AG

Alle Kontinente, alle Zeitzonen, alle Kulturen

Mit dem "Global Exchange Award" zeichnen CIO-Magazin und Computerwoche das erfolgreiche Management von internationalen Projekten gesondert aus. Viel internationaler als Nokia Solutions Networks (NSN), ehemals Nokia Siemens Networks, kann eine IT-Organisation nicht aufgestellt sein, urteilt die Jury.

Manfred Immitzer, NSN, gewinnt den "Global Exchange Award 2013".
Manfred Immitzer, NSN, gewinnt den "Global Exchange Award 2013".
Foto: Nokia Solutions and Networks

CIO Manfred Immitzer hat die gesamte IT-Landschaft durch die Auslagerung und Schaffung eines neues Ökosystems der IT-Zulieferer neu strukturiert. Der Diplomelektrotechniker und promovierte Physiker musste Überzeugungsarbeit über verschiedene Länder, Kontinente, Kulturen und Zeitzonen hinweg leisten. Die Jury sagt: "Immitzer überzeugt durch sein Fingerspitzengefühl, besonders weil die Ziele von NSN von den Zulieferern eher kritisch beurteilt wurden."

Erfindungseifer

Der "Innovation Award", der in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben wird, belohnt den Innovationsbeitrag der IT zum Kerngeschäft. Diese Auszeichnung geht 2013 an Jan Brecht von Adidas. Der CIO des Sportartikelherstellers kombiniert die Chancen des stationären Handels mit den Möglichkeiten einer vernetzten Welt.

Jan Brecht, Adidas, erhält den "Innovation Award 2013".
Jan Brecht, Adidas, erhält den "Innovation Award 2013".
Foto: adidas Gruppe

Die Käufer ermitteln ihre Kleidungsgrößen mit Hilfe eines Body-Scanners. In interaktiven Umkleidekabinen erleben sie ihr neues Outfit in künstlich angepassten Umgebungen. Brecht unterstützt Adidas bei der Entwicklung neuer Geschäftsfelder und fördert den Absatz von Sportbekleidung.

Solides Handwerk

Christoph Böhm, Vodafone, ist einer der Gewinner des "Operational Excellence Award 2013".
Christoph Böhm, Vodafone, ist einer der Gewinner des "Operational Excellence Award 2013".
Foto: Vodafone

Der "Operational Excellence Award", der die optimale und effiziente Unterstützung der Kernprozesse im Unternehmen durch die IT auszeichnet, geht an zwei IT-Chefs, die punktgleich in der Gesamtbewertung abschnitten: An Christoph Böhm von Vodafone und Gilbert Riegel von Gigaset Communications.

Vodafone-CIO Böhm überzeugte die Jury durch den Ausbau des "Vodafone Campus", die größte komplett mobile und flexible Arbeitsumgebung in Deutschland. Er hat neue Maßstäbe für Mobilität und Kollaboration am Arbeitsmarkt gesetzt.

Gilbert Riegel, Gigaset, ergatterte ebenfalls den "Operational Excellence Award 2013".
Gilbert Riegel, Gigaset, ergatterte ebenfalls den "Operational Excellence Award 2013".
Foto: Gigaset

Dass Riegel mit ihm gleichziehen konnte, ist gleich doppelt erstaunlich: Zum einen haben es die Mittelständler in der Regel schwer, sich gegen die Konzerngrößen durchzusetzen, zum andern durfte Riegel nicht damit rechnen, dass seine IT auch als Vorzeigeobjekt eines Anbierters herhalten muss - so wie bei Vodafone.

Riegel konnte mit seinem Carve-Out von Gigaset aus dem Siemens-Konzern punkten - ebenfalls eine hervorragende Leistung in punkto "Operational Excellence".

Karen Funk, Redakteurin und Projektleiterin "CIO des Jahres".
Karen Funk, Redakteurin und Projektleiterin "CIO des Jahres".

Herzlichen Glückwunsch allen Preisträgern!

Wir gratulieren auch allen weiteren Preisträgern des Jahres 2013! Und wie Sie "CIO des Jahres 2014" werden können, das erfahren Sie hier. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbungen bis zum 15. Mai 2014! Und wenn Sie Fragen haben, immer gerne: kfunk@computerwoche.de.

Links zum Artikel

Top500-Firmenprofil: Siemens AG

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