IT-Sicherheit

Hacker stehlen erneut Vodafone-Kundendaten

03. Dezember 2013
Von Denise Bergert
Hacker konnten bei Vodafone Island mehr als 70.000 Kundendaten erbeuten – darunter auch empfindliche SMS-Gesprächsverläufe von mehreren Politikern.

Einer türkischen Hacker-Gruppe ist es gelungen, die isländische Website des Mobilfunkanbieters Vodafone zu kapern. Dem Angriff fielen ca. 70.000 Nutzer zum Opfer, darunter auch einige isländische Politiker. Medienberichten zufolge wurden im Zuge der Attacke empfindliche SMS-Gesprächsverläufe der Regierungsmitarbeiter gestohlen. Ihre Beute präsentierten die Hacker wenig später öffentlich im Internet.

Nachdem sich Vodafones PR-Abteilung anfangs noch alle Mühe gab, zu betonen, dass keine persönlichen Daten entwendet worden seien, fanden zahlreiche Kunden ihre Accounts in der Hacker-Datenbank wieder. In einer zweiten Stellungnahme versichert Vodafone nun, den Angriff in Zusammenarbeit mit Sicherheitsexperten aufklären zu wollen.

Da die Angreifer auf der Vodafone-Website Hashtags wie #USAisTerroristCountry hinterließen, liegt die Vermutung nahe, dass die Hacker damit die politischen Verbindungen von Island zu den USA anprangern wollten. Vodafone bittet seine isländischen Kunden nun, ihre Passwörter zu ändern. Welche Politiker von dem Hacker-Angriff betroffen sind und welche pikanten Details damit an die Öffentlichkeit gelangt sind, ist bislang noch unklar. (PC-Welt)

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