Tipps für Gegenmaßnahmen

Hälfte der ITler vor dem Burnout

14. Dezember 2012
Christoph Lixenfeld, seit 25 Jahren Journalist und Autor, vorher hat er Publizistik, Romanistik, Politikwissenschaft und Geschichte studiert.

1994 gründete er mit drei Kollegen das Journalistenbüro druckreif in Hamburg, schrieb seitdem für die Süddeutsche Zeitung, den Spiegel, Focus, den Tagesspiegel, das Handelsblatt, die Wirtschaftswoche und viele andere.

Außerdem macht er Hörfunk, vor allem für DeutschlandRadio, und produziert TV-Beiträge, zum Beispiel für die ARD-Magazine Panorama und PlusMinus.

Inhaltlich geht es in seiner Arbeit häufig um die Themen Wirtschaft und IT, aber nicht nur. So beschäftigt er sich seit mehr als 15 Jahren auch mit unseren Sozialsystemen. 2008 erschien im Econ-Verlag sein Buch "Niemand muss ins Heim".

Seit 2014 betreibt er die Informationsplattform www.wohinmitmutter.de.

Christoph Lixenfeld schreibt aber nicht nur, sondern er setzt auch journalistische Produkte ganzheitlich um. Im Rahmen einer Kooperation zwischen Süddeutscher Zeitung und Computerwoche produzierte er so komplette Zeitungsbeilagen zu den Themen Internet und Web Economy inklusive Konzept, Themenplan, Autorenbriefing und Redaktion.
IT-Spezialisten sind noch verbrannter als die anderen Top-Burnout-Kandidaten Arzt, Richter und Altenpfleger, so das Ergebnis einer Studie der Uni Krems.
Der Versuch, allem und allen gerecht zu werden, ist der sichere Weg in den Burnout.
Der Versuch, allem und allen gerecht zu werden, ist der sichere Weg in den Burnout.
Foto: olly - Fotolia.com

Burnout ist teuer: Dauert ein Ausfall durch Überarbeitung und StressStress sechs Monate, dann summieren sich die Kosten für Arbeitgeber und Sozialsystem auf mehr als 60.000 Euro. Errechnet hat diese Zahl für Österreich – in Deutschland dürfte der Wert ähnlich sein – Diplomingenieur Tim Sturm im Rahmen seiner Master Thesis an der Donau-Universität im Österreichischen Krems. An der Studie mit dem Titel: "Burnout in der IT-Branche: Sind Reflexion, Coaching und Supervision wirksame Instrumente zur Prävention?" hatten 1155 ITler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teilgenommen. Alles zu Stress auf CIO.de

Mit erschreckendem Ergebnis: Bei 13 Prozent der Antwortenden deutet alles darauf hin, dass sie bereits unter einem Burnout leiden, 53 Prozent sind akut gefährdet. Seit Veröffentlichung der Ergebnisse an verschiedenen Stellen, so Sturm, hätten sich nochmal über 800 ITler gemeldet und ihre Erfahrungen mitgeteilt. Erkenntnis daraus: Es ist alles noch schlimmer.

Untersucht wurde auch, ob sich mit Supervision und Coaching Burnout-Symptome und Burnout-Gefährdung reduzieren lassen, ob externe Einflüsse die Burnout-Risiken senken und ob es einen Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsstruktur und Ausbrennen gibt.

Wer reflektiert, wird nicht krank

Die Antwort zu erstgenanntem Aspekt lautet ja: Je mehr Reflexion, also Auseinandersetzung mit Stressfaktoren es gibt, desto geringer ist das Burnout-Risiko. Anders gesagt sind Coaching und Supervision extrem hilfreich. Interessant ist, dass allein schon jene, denen diese Begriffe vertraut sind, ein geringeres Risiko haben als andere.

Besonders wirkungsvoll ist eine selbst organisierte Reflexion des Problems. Naheliegende Erklärung: Wer selbst gegensteuert, bevor es zu spät ist, bleibt gesünder. Allerdings gaben nur etwa 13 Prozent der Teilnehmer an, dass sie die Möglichkeit zu Coaching und Supervision haben. Auch externe Faktoren spielen eine Rolle: Körperliche GesundheitGesundheit verringert den Stresslevel ebenso wie ein funktionierendes privates Netzwerk. Top-Firmen der Branche Gesundheit

Zur Startseite