ADAC-Test

Handys taugen nicht als Navigationsgeräte

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Navigations-Software für Mobiltelefone stellt bisher keine Alternative zu den herkömmlichen Routenführern dar. Zu diesem Ergebnis kommt der ADAC in einem Selbstversuch.
Die Test-Ergebnisse auf einen Blick.
Die Test-Ergebnisse auf einen Blick.

Wer glaubt, ein Navigationsgerät im Auto brauche es bei der heutigen Handy-Software nicht mehr, stößt zumindest beim ADAC auf Widerspruch. Der Club hat sieben Produkte untersucht und hält das Ergebnis für "enttäuschend".

Das ist allerdings erstaunlich, denn immerhin erhalten drei der sieben getesteten Lösungen die Note "gut". Das gilt für Tomtom Navigator 7, Navgear Real-3D und McGuider. Das Urteil "befriedigend" geht an die vier anderen Produkte: Garmin Mobile XT, Route 66, Navigon MN7 und Nokia Maps 2.0.

Dass die Tester dennoch unzufrieden sind, liegt vermutlich am "Drumherum": Die Probleme mit dem Aufrüsten des Handys beginnen schon bei der Auswahl der Software, so der ADAC. Nicht jedes Programm passt zu jedem Gerät. Außerdem hatten die Tester Schwierigkeiten mit der Installation. "Herunterladen und Freischalten der Software über das Internet ist ohnehin nur erfahrenen Handynutzern zu empfehlen", schreiben sie.

Sie weisen auch darauf hin, dass die Kosten mit dem Kauf der Software noch nicht vom Tisch sind. Wer über das Netz Verkehrsnachrichten empfangen will, zahlt Gebühren. Außerdem muss sich der Autofahrer eine entsprechende Halterung zulegen. Denn wer das Gerät beim Fahren zur Hand nimmt, muss mit einer Geldbuße und einem Punkt in Flensburg rechnen.