In SAP integriert

Hapag-Lloyd führt Invoicing-System ein

30. Oktober 2012
Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
In Kooperation mit einem SAP-Partner geht Hapag-Lloyd neue Wege. Die Reederei führt eine neue Lösung für die Rechnungsverarbeitung ein.
Die MS EUROPA - eines der Schiffe von Hapag-Lloyd.
Die MS EUROPA - eines der Schiffe von Hapag-Lloyd.
Foto: Hapag-Lloyd Kreuzfahrten GmbH

Die Hapag-Lloyd AG führt eine neue elektronische Invoicing-Lösung ein. Die Hamburger Traditionsreederei entschied sich für eine Purchase-to-Pay-Anwendung des langjährigen SAP-Partners Seeburger AG aus dem Kraichgau. Rund 3000 Rechnungen, die täglich per Brief oder Fax oder auf elektronischem Weg bei Hapag-Lloyd eingehen, werden nun mit Hilfe lernfähiger Freeform-Technologie automatisch verarbeitet.

Dabei spielt keine Rolle, um welche Dokumententypen es sich handelt oder in welchem Datenformat die Rechnung vorliegt. Der Konzern geht davon aus, bei bestellbezogenen Rechnungen ohne Preis- oder Mengenabweichungen rund 45 Prozent an Zeitaufwand zu sparen. Die neue Software ist komplett in das bestehende SAP-System integriert und arbeitet reibungslos mit dem Frachtinformationssystem der Reederei zusammen.

Nach dem Scannen läuft alles automatisch

„Die Buchhaltung von Hapag-Lloyd scannt die Papier- und Faxrechnungen ein“, erläutert Gerrit Onken, bei Seeburger verantwortlich für Business Unit Standard Processes. „Von da ab läuft der gesamte Folgeprozess, angefangen von der Übernahme in das System bis hin zur Prüfung und Archivierung, ohne weiteres Zutun ab.“ Dies entlaste die Mitarbeiter ungemein.

Bei manchen Landesgesellschaften von Hapag-Lloyd erfolgen mittlerweile rund 60 Prozent der papiergebundenen Rechnungen als Dunkelbuchung. Die Reederei will dank der neuen Software von Skonti, eliminierten Verzugszinsen und gestärkten Beziehungen zu Partnern und Lieferanten profitieren.

Invoicing bei Hapag-Lloyd
Branche: Transport
Zeitrahmen: 9 Monate (maximal 6 Wochen pro Landesgesellschaft)
Mitarbeiter: zentrales Team aus 4 Mitarbeitern: 3 von Hapag Lloyd, 1 von Seeburger
Produkt: Purchase-to-Pay
Dienstleister: Seeburger AG
Internet: www.hapag-lloyd.de