Festplatten gegen Zugriffe sichern

Hardware verschlüsselt günstiger

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Festplatten verschlüsselt man am günstigsten auf Hardware-Basis, wie eine Ponemon-Studie zeigt. In Deutschland sind die Preisunterschiede besonders eklatant. Entscheidender Faktor dafür ist die Anwenderproduktivität.
In Deutschland sind die Kostenunterschied besonders ausgeprägt.
In Deutschland sind die Kostenunterschied besonders ausgeprägt.
Foto: Ponemon Institute

Es ist günstiger, Festplatten direkt über die Hardware anstatt mit Hilfe von Software zu verschlüsseln. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Ponemon Institutes, die vom Anbieter WinMagic beauftragt und von namhaften Hardware-Herstellern wie Samsung, Toshiba und Intel finanziell unterstützt wurde.

Untersucht und verglichen wurden die Gesamtbetriebskosten von software- und hardwarebasierter Festplattenverschlüsselung. Aufgedröselt ist das Studienergebnis unter anderem nach Ländern. Im Fokus standen Deutschland, Großbritannien, die USA und Japan. Unabhängig von der verwendeten Methode übersteige der Mehrwert der Festplattenverschlüsselung die Kosten um das vier- bis 20fache, behauptet die Studie.

In allen vier Ländern liegen die jährlichen Gesamtbetriebskosten je Computer aber deutlich niedriger, wenn man mit Hilfe der Hardware verschlüsselt. In Deutschland kostet diese Methode je Rechner laut Studie 48,70 US-Dollar im Jahr, jene auf Software-Basis hingegen 517,80 Dollar.

Nirgendwo sei der preisliche Unterschied größer, heißt es in der Studie. In Japan beträgt die Differenz demgegenüber nur 261 Dollar. „Die höchste Diskrepanz zwischen software- und hardwarebasierten Lösungen für die Festplattenverschlüsselung betrifft Technikerzeit/Stundenlohn, Anwenderproduktivität und Lizenzgebühren“, so das Ponemon Institute.