Neue Arbeitslosenhilfe gefährdet

Hartz IV lässt IT kaum Luft

06. September 2004
Nur noch wenige Wochen, dann muss die Software zur Ermittlung der neuen Arbeitslosenhilfe (ALG II) stehen. Überraschungen erlaubt der Zeitplan nicht.

Ein Pressesprecher der Bundesagentur für Arbeit (BA) räumte ein, dass es "keinen Puffer" gebe. In der BA ist man bemüht, so wenig Informationen wie möglich über das Projekt nach außen dringen zu lassen. Außer der Pressestelle darf sich niemand dazu äußern. Gebaut wird die neue zentrale Lösung unter anderem von T-Systems. Seit diesem Frühjahr arbeitet das Unternehmen an der Erweiterung des bisher in Sozialämtern verwendeten Systems "Prosoz". Eine Schulungsversion für Trainer liegt nun vor. Bis Oktober muss die Erfassungs-, bis November die endgültige Produktivsoftware stehen. Wird der Plan eingehalten, bleibt dennoch das Risiko, dass die Antragsteller die 16-seitigen Fragebögen nicht rechtzeitig einreichen. Immerhin müssen diese manuell erfasst werden. Liegen bis November nicht genug Anträge vor, dürfte sich die Auszahlung der neuen Arbeitslosenhilfe verzögern.

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