Informieren statt kaufen

Henkel sieht geringe Vertriebschancen im Internet

22. August 2013
Henkel-Chef Kasper Rorsted sieht für die Produkte des Konsumgüterherstellers nur vergleichsweise geringe Verkaufschancen übers Internet.

Waschmittel beispielsweise würden nur zu einem kleinen Prozentsatz online von Kunden geordert, sagte Rorsted dem Wall Street Journal. Das liege vor allem am Gewicht. Waschmittel seien schwer und dadurch entsprechend teuer beim Versand. Grundsätzlich würden die Verbraucher aber das Internet häufig nutzen, um sich zu informieren und dann die Produkte im Laden zu kaufen. Dies gelte auch für Kosmetikartikel, die nach wie vor vorzugsweise im stationären Einzelhandel erworben würden.

Der Hersteller von Persil-Waschmittel oder Schwarzkopf-Shampoo ist zugleich führend bei Klebstoffen. Im laufenden Jahr will der Konzern die 2012 erzielten Rekordmarken bei Umsatz und Ergebnis übertreffen. Bis 2016 soll der Umsatz dann von zuletzt 16,5 Milliarden Euro auf 20 Milliarden Euro steigen. Die Hoffnungen ruhen dabei auf den Schwellenländern. Europa werde in den kommenden Jahren kaum wachsen, sagte Rorsted. Auch das Einkaufsverhalten der Amerikaner habe sich durch die Krise verändert. Diese achteten verstärkt auf den Preis. (dpa/rs)

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