Healthcare IT


Digitalisierung in der Medizin

Hermann Gröhe: IT-Einsatz in der Medizin darf Datenschutz nicht aushöhlen

21. August 2016
Beim zunehmenden Einsatz von IT-Technologie in der Medizin müssen nach den Worten von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) die Standards des Datenschutzes für Patienten eingehalten werden.
Hermann Gröhe, Bundesminister für Gesundheit (CDU)
Hermann Gröhe, Bundesminister für Gesundheit (CDU)
Foto: Bundesregierung / Steffen Kugler

Der Datenhunger digitaler Medizin in der Krebsforschung sei verständlich, müsse aber bisherige Datenschutzanforderungen gewährleisten, sagte Gröhe bei einem Besuch des Softwareherstellers SAPSAP und Molecular Health, einem Anbieter von Genanalysen, in Heidelberg. Gröhe machte zugleich deutlich, dass der Umgang mit Big DataBig Data in der Gesundheitsversorgung auch in den nächsten Legislaturperioden Thema bleiben werde. Alles zu Big Data auf CIO.de Alles zu SAP auf CIO.de

Die IT-gestützte molekulare Krebs- und Gesundheitsforschung braucht viele Patienten-Daten zur Auswertung. Auf Basis dieser Datenauswertung könnten dann Diagnose und Therapiemöglichkeiten genauer erfasst werden. Das könnte durchaus auch Kosten sparen, weil Fehldiagnosen und -Therapien vermieden würden, so die Wissenschaftler.

Roland Eils vom Deutschen Krebsforschungszentrum sagte, zwischen Datenhunger in der IT-gestützten Krebsforschung und Datensparsamkeit müsse eine beiden Seiten gerecht werdende Balance gefunden werden. Die Entscheidungshoheit, was mit den persönlichen Daten geschehen solle, müsse beim Patienten bleiben. Es stelle sich auch die Frage, wie sich die Krankenkassen auf diese neuen medizinischen Möglichkeiten einstellten, hieß es zudem. (dpa/rs)

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Themen: Big Data und SAP

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