CIO Auf- und Aussteiger


Mühleck verlässt Konzern

Hölz wird neuer CIO bei thyssenkrupp

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Vorgänger Klaus-Hardy Mühleck soll angeblich ab Oktober 2016 die neue Abteilung "Cyber- und Informationsraum" (CIR) im Verteidigungsministerium leiten.

Martin Hölz übernimmt ab Juli 2016 die Leitung der Konzernfunktion Group Processes & Information Technology (GPI) beim Konzern thyssenkruppthyssenkrupp in Essen. Er ist damit gleichzeitig neuer CIO. Das teilte das Unternehmen mit. Top-500-Firmenprofil für Thyssen Krupp

Standards und Optimierung

Der Wirtschaftsinformatiker Martin Hölz wechselte Februar 2014 von Deloitte zu thyssenkrupp.
Der Wirtschaftsinformatiker Martin Hölz wechselte Februar 2014 von Deloitte zu thyssenkrupp.
Foto: ThyssenKrupp

Die Aufgabe des neuen CIOs wird es sein, konzernweit gültige Standards einzuführen sowie Geschäftsprozesse und die IT-Infrastruktur zu optimieren und zu vereinheitlichen.

Hierzu zählen laut Konzern auch die zwei großen Konzernprogramme Daproh (Daten- und Prozessharmonisierung) und Unite (IT Infrastrukturkonsolidierung), die künftig aus einer Hand gesteuert werden sollen. Darüber hinaus soll Hölz gemeinsam mit den Business Areas die Digitalisierung vorantreiben.

Hölz war zuvor bei Deloitte, Daimler und VW

Hölz ist Wirtschaftsinformatiker und arbeitet seit Februar 2014 für das Unternehmen. In früheren Stationen war der 47-Jährige unter anderem als Senior Partner bei Deloitte sowie in verschiedenen Management-Funktionen bei Daimler und Volkswagen/Audi tätig.

Thyssenkrupp hat die Konzernfunktion GPI Ende 2015 gegründet. Seitdem wurde sie in einer Doppelspitze von Martin Hölz und Klaus-Hardy MühleckKlaus-Hardy Mühleck geführt. Profil von Klaus-Hardy Mühleck im CIO-Netzwerk

Der bisherige CIO von thyssenkrupp Klaus-Hardy Mühleck will angeblich ins Bundesministerium der Verteidigung wechseln.
Der bisherige CIO von thyssenkrupp Klaus-Hardy Mühleck will angeblich ins Bundesministerium der Verteidigung wechseln.
Foto: Thyssen Krupp AG

Klaus-Hardy Mühleck soll Cyberangriffe abwehren

Vorgänger Klaus-Hardy Mühleck hat den Konzern auf eigenen Wunsch verlassen und soll angeblich vorbehaltlich der Gremienzustimmung in leitender Funktion in das Verteidigungsministerium wechseln. Laut Medienberichten verhandelt das Ministerium bereits seit einiger Zeit mit Mühleck. Er solle ab Oktober 2016 die neue Abteilung "Cyber- und Informationsraum" (CIR) im Verteidigungsministerium mit 130 Mitarbeitern leiten.

Geplant ist laut "Spiegel" eine weitreichende Umstrukturierung der Streitkräfte. Die bisher auf verschiedene Bereiche verstreuten IT- und Computerexperten, die Fachleute zur Abwehr von Cyberattacken sowie zur militärischen Aufklärung, sollen demnach in dem neuen Organisationsbereich zusammengezogen. werden

Kommando CIR mit 300 Männern und Frauen

Insgesamt solle das Kommando CIR, das laut "Spiegel" ab April 2017 ein Dreisternegeneral als Inspekteur von Bonn aus führen solle, aus 300 Mann bestehen und rund 13.500 Soldaten befehligen.

"Wir danken Klaus-Hardy Mühleck für seine wertvolle Arbeit", sagte thyssenkrupp Vorstandsmitglied Guido Kerkhoff. "Und wir freuen uns darauf, den Konzern gemeinsam mit Martin Hölz zu einem prozessorientierten und digitalisierten Unternehmen weiter zu entwickeln."

Seit 2013 CIO bei thyssenkrupp

Der frühere Volkswagen-CIO Mühleck übernahm Anfang 2013 die Verantwortung für die IT bei thyssenkrupp. Er leitete das Corporate Center Information Technology (CC-IT) und löste damit Hans-Günter Gaul als CIO ab.

Mühleck fing 1981 als Projektmanager in der Automatisierungstechnik bei Siemens an und ging fünf Jahre später zu Mercedes Benz. Dort kümmerte er sich als Manager um die Produktions- und Logistikabläufe. Er stieg zum Mitglied des Direktoriums auf sowie zum CIO Automotive der DaimlerChrysler AG. Es folgten vier Jahre als Audi-CIO in Ingolstadt, bevor der Volkswagen-Konzern ihn 2005 nach Wolfsburg holte.

Größtes deutsches Stahlunternehmen

Stahlwerk in Schwelgern, Duisburg.
Stahlwerk in Schwelgern, Duisburg.
Foto: ThyssenKrupp Steel Europe AG

Die thyssenkrupp AG mit Sitz in Essen ist Deutschlands größtes Stahlunternehmen. Hervorgegangen ist der Konzern im Jahr 1999 aus dem Zusammenschluss der Friedrich Krupp AG und der Thyssen AG, welche ihre Wurzeln schon im 19. Jahrhundert haben. Das Unternehmen ist in über 70 Ländern vertreten und hat sich auf fünf Segmente spezialisiert: Components Technology, Elevator Technology, Steel Europe, Industrial Solutions und Materials Services.

Im Geschäftsjahr 2014/2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von 42,8 Milliarden Euro und erwirtschaftete ein Nettoergebnis von 268 Millionen Euro. 154.906 Mitarbeiter sind für den Konzern tätig (2015).