"Zuverlässigkeit" wichtigster Aspekt

Hohe Sparpotenziale bei E-Mail-Lösungen

27. Oktober 2004
Von Detlef Scholz
Unternehmen investieren durchschnittlich 50 Wochenstunden und 214.000 US-Dollar für Wartung jährlich im Bereich Datentransfer. Dieser Aufwand kann durch Verbesserungen bei der eingesetzten E-Mail-Gateway-Lösung deutlich reduziert werden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Marktforschungsunternehmens Osterman.

Laut der Studie werden 35 Prozent aller IT-Ressourcen in die Infrastruktur für Messaging investiert. Das gilt besonders für Unternehmen mit einer hohen Anwenderzahl. Die übrigen 65 Prozent gehen zu großen Teilen in die konkrete Absicherung der E-Mail Systeme. Dazu gehören Anti-Spam- und Antiviren-Funktionalitäten sowie das Content-Filtering. Zudem zählen alle Funktionen dazu, die die Messaging-Infrastruktur absichern.

Ein Unternehmen mit 5000 Anwendern könnte gemäß der Untersuchung neun Dollar pro Jahr und Mitarbeiter einsparen. Es muss dazu 30 Prozent beim MTA-Management (Messaging Transfer Agent) und 20 Prozent bei den IT-Sicherheitsaufwendungen einsparen. Das gelinge durch den Einsatz einer leistungsstarken MTA-Plattform. Belegt sei das durch Rückmeldungen von Kunden, deren MTA auf einer modernen Plattform basiert, so die Marktforscher. Die Einsparungen können sogar bis zu 60 Prozent betragen.

Pro Mitarbeiter und Jahr können mit einer modernen Messaging-Plattform neun Dollar eingespart werden.
Pro Mitarbeiter und Jahr können mit einer modernen Messaging-Plattform neun Dollar eingespart werden.

Die Studie untersucht die für die Unternehmen wichtigsten Aspekte beim Datentransfer. Die höchste Priorität erzielte mit 97 Prozent die Zuverlässigkeit. Auf Platz zwei landete die Sicherheit (91 Prozent), dicht gefolgt von der Integration von Sicherheits-Services (90 Prozent). Ebenfalls hoch bewertet wurde der Nachrichtendurchsatz mit 84 Prozent.

"Es gibt eine deutlich artikulierte Unzufriedenheit mit den derzeitigen MTAs. Wir haben herausgefunden, dass 77 Prozent der Unternehmen die gegenwärtige Lösung gegen eine leistungsstärkere austauschen würden", sagt Michael Osterman von Osterman Research.

Die Studie wurde vom Sicherheitsanbieter Border-Ware Technologies gesponsert. Sie basiert auf der Befragung von CIOs und IT-Beschäftigten in unterschiedlichen Bereichen.

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