Editorial aus CIO-Magazin 06/2012

Horror: BYOD im Hochregallager

Horst Ellermann ist Chefredakteur des CIO-Magazins.
Die neue Juni-Ausgabe des CIO-Magazins ist erschienen. Welche Schwerpunktthemen Sie im aktuellen Heft finden, verrät Ihnen CIO-Chefredakteur Horst Ellermann.
CIO-Chefredakteur Horst Ellermann.
CIO-Chefredakteur Horst Ellermann.
Foto: Joachim Wendler

Androids, iPads oder iPhones von Mitarbeitern sind mitten unter uns. Sie lassen sich aus Unternehmen gar nicht mehr wegdenken. Versuchen wir also nicht länger, ihren Nutzen infrage zu stellen oder Mitarbeiter zu kriminalisieren, weil sie mit chicen, eigenen Werkzeugen die ComplianceCompliance aufbohren. Gehen wir das Thema "Bring Your Own Device" an wie jüngst auf der CIO-Soiree in Essen, bei der selbst der Sponsor emotionslos über die Einbindung von Mitarbeitergeräten in die Unternehmens-IT sprach. Und das war DellDell! Ein Anbieter, der allen Grund hätte, CIOs nahezulegen: Verbietet doch einfach das ganze iZeugs. Alles zu Compliance auf CIO.de Alles zu Dell auf CIO.de

Wie ist die viele Emotion überhaupt in das Thema gekommen? Nun, zum einen ist die IT natürlich selbst schuld. Wir haben ein Horrorszenario an die Wand gemalt: Lieber Vorstand, stell dir vor, die Mitarbeiter rollen morgens mit eigenen Hubwagen ins Hochregallager und diktieren Siri, was sie dort herausholen. Welche IT kann solche Infos je wieder bündeln? Zum anderen sind aber auch die Anwender schuld, weil sie die Produktivität ihrer Geräte in den Himmel gelobt haben. Letztlich sind das auch nur Devices - genauso schlau oder blöd wie der Anwender selbst. Vielleicht ist es mal wieder an der Zeit, unser Anwenderbild zu überdenken.

Vor einem Jahr hatten wir zum ersten Mal eine Geschichte zu "Bring Your Own Device" auf dem Titel. Schön, dass der Kollege Nicolas Zeitler jetzt noch mal nachgeguckt hat, was das Thema denn wirklich gebracht hat. Fazit 1: Die Motivation von Mitarbeitern steigt nur in Maßen, wenn sie ihre Werkzeuge selbst wählen dürfen, sagt Jürgen Häckel, CIO bei Würth. Fazit 2: Die Flexibilisierung der Devices tut gar nicht so weh. Sicherheitslücken lassen sich stopfen.

Typisch IT: Themen dümpeln jahrelang vor sich hin, und erst, wenn sie emotional aufgeladen werden, rafft sich die Community auf. Beispiel Wartungsgebühren von SAPSAP. Jahrelang hatten wir uns daran gewöhnt, und erst ein Léo Apotheker hat unser Bewusstsein wieder wachgerüttelt. Oder war es doch das Geld? Alles zu SAP auf CIO.de

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