Outsourcing soll Kosten um 30 Prozent senken

HP betreibt künftig SAP Infrastruktur bei Heideldruck

27. Mai 2004
Von Thomas Zeller
Die Heidelberger Druckmaschinen AG und HP Services haben ihren Outsourcing-Vertrag konkretisiert. Danach soll HP ab Juni dieses Jahres die gesamte SAP-Infrastruktur mit etwa 7000 Anwendern betreiben. Die Vereinbarung läuft über fünf Jahre und umfasst ein Volumen von 30 Millionen Euro.

Zurzeit verfügt der Druckmaschinenhersteller über drei Rechenzentren mit SAP-Systemen. Sie werden künftig in HPs RechenzentrumRechenzentrum in Böblingen zentralisiert. Um die SAP-Infrastruktur effizienter zu betreiben, wird HPHP Services außerdem die Hardware-Plattformen konsolidieren sowie die Prozesse optimieren. Diese Maßnahmen werden auf der Kostenseite positiv zu Buche schlagen. Über die fünfjährige Laufzeit des Vertrags rechnet Heidelberger Druck damit, etwa 30 Prozent einzusparen. Alles zu HP auf CIO.de Alles zu Rechenzentrum auf CIO.de

Die SAP-Infrastruktur von Heideldruck wird ab Juni bei HP in Böblingen zentralisiert.
Die SAP-Infrastruktur von Heideldruck wird ab Juni bei HP in Böblingen zentralisiert.

Im Rahmen des Abkommens werden die deutschen Mitarbeiter aus den Rechenzentren von Heidelberg zu HP wechseln. Die Beschäftigten in den USA und Singapur werden entlassen. Insgesamt liegt die Zahl der betroffenen Mitarbeiter jedoch nur knapp im zweistelligen Bereich.

"Bei Heidelberg verfolgen wir eine selektive Outsourcing-Strategie", sagt Konzern-CIO Michael Neff. Nur ausgereifte IT-Technologien würden für das Outsourcen geprüft. So habe Heidelberg bereits 2001 den IBM-Mainframe-Betrieb outgesourced. "Wir machen das ebenso mit dem Helpdesk und Teilen des End-Usersupports, Teilen der Anwendungsentwicklung und der Anwendungswartung sowie mit Teilen im RZ und im Netzbetrieb. Fakt ist, dass rund zwei Drittel des IT-Budgets von Heidelberg schon an Dritte geht", so Neff.

Bereits am Montag hatte CIO-Online über die Outsourcing-Vereinbarung zwischen beiden Unternehmen berichtet. Eine Übernahme von Teilen des IT-Betriebes von Heidelberger Druck stärkt die Position von HP auf dem deutschen Dienstleistungsmarkt. Erst im Februar hatte der amerikanische Konzern den Kauf der ThyssenKrupp-Tochter Triaton bekannt gegeben.

HP bietet weltweit Technologielösungen für Privatkunden, große, mittelständische und kleine Unternehmen sowie Institutionen. Der Konzern rangierte unter den IT-Dienstleistern in Deutschland bislang auf Platz vier. Wettbewerber sind unter anderem T-Systems, IBMIBM und Siemens Business Services. Alles zu IBM auf CIO.de

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