Absatzprobleme

HTC verteilt Aufgaben im Top-Management neu

21. Oktober 2013
Der Smartphone-Spezialist HTC steckt in einer tiefen Krise. Die beiden Führungsfiguren verteilen jetzt die Aufgaben neu, um die Probleme in Griff zu bekommen.

Der Smartphone-Anbieter HTC versucht, seine Talfahrt mit einem Umbau im Spitzen-Management zu stoppen. Die Verwaltungsratsvorsitzende Cher Wang wird sich stärker um das Tagesgeschäft kümmern, während Firmenchef Peter Chou sich auf Produkte und InnovationInnovation konzentrieren soll. Das erklärten die beiden Manager in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der "Financial Times". Sie deuteten an, dass HTC auch an TabletsTablets und tragbaren Geräten wie eine Daten-Uhr arbeite, nannten aber keine Details. Alles zu Innovation auf CIO.de Alles zu Tablets auf CIO.de

HTC kämpft schon seit über einem Jahr mit Absatzproblemen. Auch das von Experten gelobte Flaggschiff-Modell HTC One konnte den Abwärtstrend nicht aufhalten. Nach Berechnungen der Marktforschungsfirma Gartner rutschte der Marktanteil auf 2,6 Prozent ab. Im dritten Quartal verbuchte das Unternehmen aus Taiwan seinen ersten Quartalsverlust und warnte zuletzt vor einem schwachen Weihnachtsgeschäft.

Chou betonte in dem "FT"-Interview, das HTC One verkaufe sich gut, während die Absatzprobleme im Einstiegsbereich und dem mittleren Preissegment lägen. Hier wolle er als erstes nachbessern. Die Manager äußerten sich nicht zu jüngsten Informationen, wonach HTC ein Smartphone für AmazonAmazon bauen könnte. Alles zu Amazon auf CIO.de

Aufgeschlossener äußerten sie sich, als es um den Vorstoß in neue Gerätekategorien ging. Wenn ein HTC-Tablet auf den Markt komme, werde es "hübsch und bahnbrechend" sein, sagte Wang. Außerdem sei tragbare Technik ein "sehr wichtiger Bereich" für das Unternehmen. Zugleich schränkte Chou ein, dass dieser Markt noch ganz am Anfang stehe. (dpa/rs)

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Themen: Amazon, Innovation und Tablets

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