IT passt sich Personal-Abteilungen an

Human Resources Software unter der Lupe

28. Dezember 2007
Von Alexander Galdy
Langsam denken Personaler um: Mitarbeiter werden nicht mehr nur als Kostenfaktor gesehen, sondern auch als wertvolles Kapital. Immer mehr Anbieter von Human Resources Software springen auf den Zug auf und sind mit einer ganzen Reihe von Lösungen wie für Zeitwirtschaft, E-Learning und Personal-Management auf dem Markt vertreten. Nicht leicht für Anwender, sich da das Richtige rauszupicken. Eine Orientierungshilfe will das Beraterhaus Soft-Select geben, das mit seiner "Soft-Trend-Studie 251" das Angebot unter die Lupe genommen hat.

Personal- und IT-Entscheider sehen sich einer immer komplexer werdenden Lösungsvielfalt gegenüber, die eine Menge von Möglichkeiten zulässt und wegen enger Budgets ein erfolgsorientiertes Handeln vorgibt. Daher sollte begonnen werden, reine Datenpflege den Verursachungen entsprechend zu delegieren und Routineaufgaben kontinuierlich zu standardisieren sowie nach Möglichkeit zu digitalisieren.

Vorteile einer kontrollierten Selbstverwaltung

Das Konzept eines Employee Self Service Portals findet heute nicht nur in Großunternehmen Anwendung. Besonders mittelständische Firmen profitieren von den schlankeren Verwaltungskosten. Nicht nur zur Information und Kommunikation mit Kunden und Lieferanten entfaltet eine kontrollierte Selbstverwaltung ihren Wert, sondern vermehrt auch als Business to Employee Plattformen.

Einige Anbieter und Systeme weisen in einzelnen Bereichen innerhalb der zentralen Aufgabenbereiche im Personalwesen noch Defizite auf.
Einige Anbieter und Systeme weisen in einzelnen Bereichen innerhalb der zentralen Aufgabenbereiche im Personalwesen noch Defizite auf.

Employee Self Services sind ein Konzept, das Mitarbeitern nach dem Motto "Hilfe zur Selbsthilfe" zur Verfügung gestellt wird, um die Abwicklung der routinierten Abläufe in Personalabteilungen effizienter zu gestalten. Mittlerweile bieten fast 60 Prozent der für die Studie verglichenen Lösungen ein entsprechendes Funktionsmodul an.

Runter mit den Kosten

Gerade in den Verwaltungsbereichen wie in Personalabteilungen und Finanzbuchhaltung sollten Lagerung und Suchvorgang wenige Ressourcen beanspruchen. Digitale Personalakten bieten Übersichtlichkeiten und schonen dabei Unternehmensmittel. Rund zwei Drittel der Software-Lösungen haben bereits eine digitale Personalakte integriert.

Analyse-Instrumente immer wichtiger

Im direkten Vergleich der Lösungen, die sowohl 2006 als auch 2007 unter die Lupe genommen wurden, zeigt sich, dass eine Schnittstellenanbindung an externe Kennzahlensysteme oder Analyse-Instrumente nachhaltiger vermieden werden kann, da diese Funktionalitäten vermehrt in die HR-Lösungen integriert wurden. So ist im Personal-Controlling eine funktionale Abdeckung durch Plan-Ist-Vergleich von rund 83 Prozent gegeben - im Vergleich zu 2006 ein Plus von fast neun Prozent.

Die Einbettung der Plan-Ist-Vergleiche in ein Risiko-Management setzt sich allerdings nur langsam durch. Nur für knapp die Hälfte von ihnen bieten die Anbieter diese umfassende Analyse-Methode an. Dafür haben innerhalb des Personal-Managements nahezu alle Software-Lösungen eine Analyse- und Auswertungsfunktion integriert. Auch vielseitige Zeiterfassungen wie für Personal und Projekte und die Verwaltung von Fehlzeiten oder Feiertagen sind funktional verstärkt in die Lösungen eingebunden.

Die "Soft-Trend-Studie 251 ist die Neuauflage einer regelmäßig aktualisierten Marktstudie zum Thema Software-Einsatz im Human-Resources-BereichHuman-Resources-Bereich. Soft-Select untersuchte dafür 71 Lösungen von insgesamt 53 deutschen und internationalen Herstellern. Alles zu Personalführung auf CIO.de