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IDC-Studie

Hybrid Cloud wird Realität

16. Februar 2015
Von Klaus Manhart
Die Unternehmens IT wird hybrid. Laut einer IDC-Studie verknüpfen deutsche Unternehmen zunehmend ihre interne IT mit Private, Hosted und Public Cloud Services. Was bedeutet das für den CIO?

Ein Mix aus verschiedenen IT-Delivery-Modellen - traditionelle, klassische IT Services, Private Clouds und die Nutzung von einzelnen Public Cloud Services - wird die Unternehmens-IT in den nächsten Jahren bestimmen. Das ergab die IDC-Studie "Hybrid Cloud in Deutschland 2014", die auf einer Umfrage unter deutschen Unternehmen basiert.

Laut den IDC-Analysten wird der Bedarf nach hybriden Cloud-Umgebungen weiter steigen: Demnach planen die befragten Organisationen die verstärkte Nutzung von Hosted Clouds (39 Prozent) und Public Clouds (32 Prozent). Diese Cloud Services sollen mit der herkömmlichen IT-Landschaft integriert werden. Die Befragung ergab, dass mehr als die Hälfte (54 Prozent) der IT-Entscheider - und hier vor allem aus mittelständischen Unternehmen - in den kommenden 12 bis 24 Monate den Aufbau hybrider Cloud-Umgebungen plant.

Gründe dafür gibt es mehrere. Das Hauptmotiv: Hybride Cloud-Umgebungen decken sich mit den zentralen Anforderungen, die heute an die IT gestellt werden: Kostenreduzierungen (51 Prozent) sind dabei der wichtigste Beweggrund. Die IT-Entscheider erkennen aber, dass eine einseitige Kostenbetrachtung zu kurz greift, denn schnellere Geschäftsabläufe (40 Prozent) und die kürzere Reaktionszeit auf neue Anforderungen des Managements (37 Prozent) zählen ebenfalls zu den wichtigsten Gründen für die Verschmelzung der eigenen IT mit Cloud-Lösungen.

Business-Prozesse schneller gestalten

"Wenn durch den Aufbau einer hybriden Cloud-Umgebung die unterschiedlichen Applikationen miteinander verknüpft und Daten automatisch ausgetauscht werden, können Geschäftsprozesse schneller gestaltet werden", sagt Projektleiter Matthias Kraus, Research Analyst bei IDC in Frankfurt. "Außerdem kann zusätzliche Rechenleistung, etwa bei stark saisonabhängigem Geschäft, kurzfristig genutzt werden. Workloads werden dabei regelbasiert und automatisch in externe Infrastructure-as-a-Service verschoben. Damit wird die IT agiler."

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Die Fachabteilungen nehmen zunehmend Einfluss auf die IT-Strukturen. Zwar werden die Projekte zum Aufbau von Hybrid-Cloud-Umgebungen in vier von fünf der befragten Unternehmen von der IT-Abteilung angestoßen. Ein Großteil der IT-Entscheider gab allerdings zu Protokoll, dass hier die Fachbereiche zunehmend die Initiative ergreifen. Dieses Ergebnis unterstreiche, so die Studie, den wachsenden Einfluss der Fachabteilungen.

Was bedeutet diese Entwicklung für den CIO? Der CIO steht laut IDC vor der Herausforderung, diese hybriden Umgebungen ganzheitlich - möglichst end-to-end - zu managen und die verschiedenen Datenquellen miteinander zu verknüpfen. "Entscheidend ist ein End-to-End-Management der hybriden Cloud-Umgebung. Erst dann kann die IT-Abteilung ihren Usern aus den Fachbereichen IT-Leistungen in Form eines Service anbieten", so IDC-Analyst Kraus. Außerdem gelte es in Zukunft, "echte" hybride Umgebungen zu schaffen, in der Workloads automatisch und dynamisch zwischen den verschiedenen Cloud-Arten verschoben werden können.

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