Healthcare IT


Prognosen bis 2016

IDC: IT-Ausgaben für Gesundheit steigen

21. Januar 2013
Von Hartmut  Wiehr
In den meisten europäischen Ländern stagnieren oder schrumpfen die Healthcare-IT-Ausgaben. In Deutschland dagegen wird ein jährliches Wachstum erwartet.

Bis zum Jahr 2016 prognostizieren die Analysten von IDC, dass unter den großen europäischen Ländern lediglich in Deutschland die Ausgaben für IT im Gesundheitswesen weiter ansteigen werden: Pro Jahr sollen es durchschnittlich 4,3 Prozent sein. Für Großbritannien wird ein Sinken vorher gesagt, während man in den anderen Ländern ansonsten nur ein leichtes Wachstum oder eine Stagnation erwartet.

Insgesamt sieht IDC in dem Zeitraum von 2011 bis 2016 ein Wachstum der IT-Investitionen in Europa von 13,3 Milliarden Dollar (2011) auf 14,9 Milliarden Dollar. Dieses Wachstum fällt niedriger aus, als es IDC in früheren Prognosen erwartet hatte.

Der IDC-Report "Western European Healthcare Providers Spending Forecast, 2011 – 2016" zeigt auf, dass das Wachstum vor allem durch die Ausgaben für Software getrieben wird (jährlicher Anstieg von durchschnittlich 5 Prozent). Für die Ausgaben bei Hardware und IT-Services wird nur ein bescheidener Anstieg von jeweils 1,7 und 1,5 Prozent geschätzt.

Privater Gesundheitssektor investiert weniger

IDC sieht darüber hinaus im öffentlichen Gesundheitssektor trotz der bestehenden Budgetbeschränkungen ein etwas stärkeres Wachstum als im privat finanzierten Gesundheitsbereich. Dort würden sich die Auswirkungen der Finanzkrise und des allgemeinen rezessiven wirtschaftlichen Klimas deutlicher zeigen. Insgesamt sei spürbar, dass sich die europäischen Staaten – insbesondere jene in Südeuropa – in einer krisenhaften Situation befänden. Permanente Kostenkürzungen auf staatlicher Seite und geringere private Ausgaben tangieren demnach auch das Gesundheitswesen.