IT-Service-Markt im Minus

IDC senkt Prognose nochmals

29. Juni 2009
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
IDC korrigiert seine erst im März veröffentlichten Zahlen nach unten. 2009 schrumpft der Markt um 0,6 Prozent. Im westeuropäischen IT Service Markt regiert im Zuge der Wirtschaftskrise die Einstellung, lieber erst einmal abzuwarten.

Das Marktforschungsunternehmen IDC hat seine Vorschau auf den europäischen IT Service Markt als Reaktion auf die gegenwärtige Wirtschaftslage nach unten korrigiert. Demnach wird der Markt für IT Services 2009 nicht um 0,6 Prozent wachsen, sondern um 0,6 Prozent schrumpfen. Im vergangenen November war man sogar von einem Wachstum von 2,6 Prozent ausgegangen.

Die Prognose für das westeuropäische Bruttoinlandsprodukt entwickelte sich von -2,5 Prozent im März auf heutige minus vier Prozent. Noch im November waren die Bruttoinlandsprodukt-Erwartungen für Westeuropa bei durchschnittlich 0,5 Prozent gelegen. Das Umfeld scheint angeschlagen, aber stabil. Im kommenden Jahr rechnet man bei IDC mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 1,3 Prozent.

Viele Unternehmen machen in der momentanen Wirtschaftssituation lieber einen Schritt zurück als einen nach vorn. Große Entscheidungen werden vertagt, während grundlegende Unternehmensstrategien noch einmal überprüft werden. Wer im IT Service Markt arbeitet, muss sich gerade ständigen neuen Herausforderungen stellen.

"Unternehmen überdenken ihre Prioritäten, suchen ProjekteProjekte mit einem schnellen ROIROI, verschieben großen IT-Projekte und versuchen durchs Outsourcen Geld zu sparen", sagt Laura Converso, Research Manager bei IDC European Software and Services. Gerade bei den projektorientierten Aktivitäten rechnet man bei IDC mit einem Einbruch von drei Prozent, weil Kunden sich im Moment nur sehr zögerlich für neue Projekte entscheiden. Alles zu Projekte auf CIO.de Alles zu ROI auf CIO.de