Firmen setzen auf Login-Authentifizierung und Single Sign-On

Identity and Access Management zu teuer und komplex

09. Juni 2009
Von Nicolas Zeitler
Die meisten CIOs halten Identitäts- und Zugangsverwaltung (IAM) für wichtig, nähern sich dem Thema allerdings meist noch nicht ganzheitlich. Aus gutem Grund: Der Anbietermarkt ist noch stark zersplittert.

Identitäts- und Zugangsverwaltung (IAM) gewinnt in amerikanischen und europäischen Firmen an Bedeutung. Als Gründe sieht Bill Nagel von Forrester neben der wirtschaftlichen Unsicherheit die zunehmende Verteilung von Firmen auf viele Standorte und, vor allem in Europa, strengere gesetzliche Vorgaben. Mittels IAM könnten Firmen den Aufwand für IT-Verwaltung und die Beseitigung von Mängeln nach einer Prüfung gering halten und die Datensicherheit erhöhen.

Unter dem Begriff Identity and Access Management (IAM) verstehen die Marktbeobachter von Forrester Prozesse und Technologie, mit denen sich Angaben über Anwender und das Verhältnis zwischen Anwendern, Netzwerken und Anwendungen steuern und verwalten lassen.

Mehr als drei Viertel der IT-Entscheider in Europa halten IAM dieses Jahr für wichtig oder sehr wichtig, wie die "Security Survey, Q3 2008" von Forrester ergeben hat. Die Marktforscher werteten die Antworten von 285 Umfrageteilnehmern von Firmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern aus den USA und den europäischen Ländern Frankreich, Deutschland und Großbritannien aus.

Sicherheit und Governance sind die Hauptgründe für CIOs, IAM einzusetzen. 54 Prozent nannten das als Motiv. Zweites Motiv ist mit einigem Abstand die Befolgung von Vorschriften. Sie spielt in US-Firmen eine größere Rolle fürs Zugangsmanagement als in europäischen. Grund hierfür sei wahrscheinlich, dass Unternehmen jenseits des Atlantik auf diesem Gebiet noch Nachholbedarf hätten. Die Europäer seien wegen der traditionell größeren Last von Vorschriften schon vertrauter damit, diesen Folge zu leisten, mutmaßt Bill Nagel.

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