Manager leiden verstärkt an Burnout

Im Schnitt 13,4 Tage krank

09. Februar 2010
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Am häufigsten fehlen Arbeitnehmer wegen Muskel- und Skelett-Erkrankungen, Atemwegsleiden sowie Verletzungen und Vergiftungen. Manager fehlen zwar weniger Tage, doch psychische Erkrankungen erleiden sie überdurchschnittlich häufig.

Immer wieder gab es in den vergangenen Monaten Meldungen darüber, dass die deutschen Arbeitnehmer sich krank in die Arbeit schleppen. Bei einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes gaben etwa acht von zehn Befragten an, dass sie im vergangenen Jahr mindestens einmal krank am Arbeitsplatz erschienen sind.

Jede dritte Arbeitsunfähigkeit dauert maximal drei Tage.
Jede dritte Arbeitsunfähigkeit dauert maximal drei Tage.
Foto: medi GmbH & Co. KG

Eine neue Studie des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen zeigt nun: Das eine heißt nicht automatisch, dass dadurch der Krankenstand in den Unternehmen sinkt. Seit 2007 steigen die krankheitsbedingten Fehlzeiten leicht, aber kontinuierlich an, heißt es in der Studie.

Der Verband erfasst und analysiert jährlich die gesundheitlichen Befunde von rund 6,5 Millionen Beschäftigen. Das sind die Daten jedes vierten Beschäftigten in Deutschland, die repräsentativ für das Krankheitsgeschehen in der Arbeitswelt stehen sollen.

Von Januar bis Oktober 2009 lag der Krankenstand in Deutschland bei vier Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Im gesamten Jahr 2008 fehlten Arbeitnehmer im Durchschnitt an 13,4 Tagen krankheitsbedingt. Das ist zum zweiten Mal in folge ein Anstieg des Krankenstandes.

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