Qualifizierung und Zertifizierung gegen Fachkräftemangel

In Deutschland fehlen Netzwerkspezialisten

12. Oktober 2005
Von Dorothea Friedrich
In Deutschland wird es möglicherweise zu einem ernsten Mangel an Fachkräften für die Entwicklung und Pflege von Netzwerken kommen. Bis zum Jahr 2008 könnten rund 22.000 entsprechende Stellen unbesetzt bleiben. Das ist das Ergebnis einer Studie der Marktforscher von IDC im Auftrag des Netzwerk-Anbieters Cisco Systems.

Europaweit könnte der Fachkräftebedarf in drei Jahren bei rund 500.000 liegen, so die Schätzungen von IDC. Aktuell fehlen in Europa insgesamt rund 160.000 Netzwerkspezialisten, das sind rund acht Prozent des gesamten Bedarfs.

In Deutschland sind demnach zurzeit 5.300 oder sechs Prozent der Stellen nicht besetzt. In drei Jahren soll es knapp 18 Prozent oder 22.000 unbesetzte Stellen geben.

Der Bedarf an Netzwerkspezialisten steigt in Europa dramatisch an. (Quelle: IDC)
Der Bedarf an Netzwerkspezialisten steigt in Europa dramatisch an. (Quelle: IDC)

Diese Zahlen sind jedoch mit einer gewissen Vorsicht zu genießen. IDC rechnet zu den Netzwerk-Experten alle IT-Fachkräfte, die mindestens 25 Prozent ihrer Arbeitszeit mit netzwerkspezifischen Tätigkeiten verbringen.

Dennoch könnte der FachkräftemangelFachkräftemangel spürbare Folgen für die europäische Wirtschaft haben. Moderne Technologien könnten nicht optimal für den Ausbau von Geschäftsprozessen und die Kundenkommunikation genutzt werden. Das könnte die Wettbewerbsfähigkeit einschränken und das Wirtschaftswachstum behindern, so IDC. Alles zu Fachkräftemangel auf CIO.de