Nord-amerikanische Firmen sind Vorreiter

In Sachen Virtualisierung bleibt Europa die "Alte Welt"

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Die Analysten von Forrester wollen Server-Virtualisierung nicht mehr als Nische sehen, sondern bereits als Mainstream. Immerhin arbeiten in Nord-Amerika bereits vier von zehn Firmen damit. In Europa allerdings plätschert mehr ein Bächlein als ein Strom.
Server-Virtualisierung nach Regionen
Server-Virtualisierung nach Regionen

Die Entwicklung scheint in Nord-Amerika schnell voran zu kommen: Hatten 2005 noch 29 Prozent der Studienteilnehmer angegeben, Server zu virtualisieren, waren es 2006 schon 40 Prozent. Im selben Zeitraum ging der Anteil derer, die sich als uninteressiert bezeichnen, von 23 auf 17 Prozent zurück.

Die Angaben aus Europa lesen sich deutlich anders. 2005 virtualisierten 24 Prozent - 2006 ein Prozent weniger. Da passt es ins Bild, dass die Zahl der Desinteressierten von 16 Prozent (2005) kräftig auf 27 Prozent (2006) angewachsen ist. Andererseits: Während vor zwei Jahren erst sechs Prozent ein Pilot-Projekt am Start hatten, waren es 2006 mit zwölf Prozent doppelt so viele Firmen.

Wachsendes Interesse in Asien

Für Asien (pazifischer Raum) konnten die Analysten keine detaillierten Informationen erheben, weil 2005 "Using" und "Piloting" noch zu einer Position zusammengefasst worden waren. Es fällt aber auf, dass die Zahl der Desinteressierten von 40 Prozent (2005) auf 23 Prozent (2006) geschrumpft ist.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Je größer das Unternehmen, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Speicher virtualisiert werden.