Leitfaden für Behörden

In vier Schritten zu mehr Effizienz beim E-Government

07. Februar 2008
Von Alexander Galdy
Behörden auf allen Ebenen lassen mögliche Effizienz- und Effektivitäts-Steigerungen ungenutzt. Deshalb ist es notwendig, Verwaltungsprozesse neu zu organisieren und Standards zu entwickeln, bevor auch in diesem Bereich Konzepte wie SOA sinnvoll eingesetzt werden können. Diese Auffassung vertritt das Deutsche Institut für Normen (DIN) in einem Fachbericht über Geschäftsprozess-Management in der öffentlichen Verwaltung.

Der Leitfaden soll es Mitarbeitern der öffentlichen Verwaltung auch ohne spezielle IT-Kenntnisse ermöglichen, ein erfolgreiches Geschäftsprozess-Management zu implementieren. Mithilfe der im Bericht enthaltenen Check-Listen soll es möglich sein, die einzelnen Vorgehensschritte nachzuvollziehen. Für das DIN bedeutet das einen ersten Schritt auf dem Weg zur effektiven Nutzung aktueller Technologien bei Behörden.

Das empfohlene Vorgehen gliedert sich in vier Phasen. Zu jedem dieser Schritte werden neben den Check-Listen auch Beispiele für Maßnahmenpläne und ein Leitfaden für Interviews bereit gestellt. Zusätzlich zu dem Phasen-Modell liefert der Fachbericht Beispiele für mögliche Formen und Methoden für die Einbeziehung aller Beteiligten an einer Optimierung des Geschäftsprozesses.

In E-Government steckt einiges an Potenzial

Bisher ist die Anwendung des elektronischen Datenaustausches in der öffentlichen Verwaltung im Vergleich zur Wirtschaft auf Teilbereiche beschränkt. Während E-Business mit all seinen Ausprägungen schon länger verbreitet ist, sind beim E-Government noch erhebliche Hürden zu überwinden. Dabei wird durch die konsequente Umsetzung von E-Government ein enormes Potenzial an Optimierung erwartet.

Aus Sicht der Kunden wie Bürger oder Unternehmen bedeutet das eine garantierte Qualität der Leistungen von Seiten der Verwaltung in Bezug auf Transparenz, Schnelligkeit und Effizienz. Aus dem Blickwinkel der Verwaltung beinhaltet eine Prozessverbesserung mehr Wirtschaftlichkeit, eine bessere Vergleichbarkeit und eine höhere interne Transparenz und Effizienz.

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