Unternehmen scheuen Outsourcing

Industrialisierung der IT auf dem Rückzug

22. Juli 2009
Von Uwe Dumslaff
IT-Industrialisierung durch Verringerung der Fertigungstiefe: Bislang ist keine Prognose auch nur ansatzweise wahr geworden. Viele Unternehmen sind noch nicht in der Lage, ihre Outsourcing-Ziele umzusetzen, meint Vorstand Uwe Dumslaff von Capgemini sd&m.

Starke Vorsätze, schwache Umsetzung: Wenn es um die Industrialisierung der IT in Unternehmen geht, klaffen Wunsch und Wirklichkeit weit auseinander. Insbesondere bei der Reduktion der Fertigungstiefe sind weit weniger Fortschritte gemacht worden, als vorhergesagt.

Zwar prognostizieren die IT-Verantwortlichen vieler Unternehmen immer wieder einen deutlichen Rückgang bei Eigenleistungen, aber Fakt ist: Die durchschnittliche Fertigungstiefe sinkt keineswegs, sondern steigt seit 24 Monaten an. Offensichtlich sind viele Unternehmen eben noch nicht in der Lage, ihre Ziele in Sachen OutsourcingOutsourcing umzusetzen. Alles zu Outsourcing auf CIO.de

Nachgewiesen wird die Diskrepanz durch die jährlichen IT-Studien von Capgemini, bei denen die Ist- und Sollwerte zur Industrialisierung abgefragt werden. Seit nunmehr drei Jahren lässt sich die Entwicklung präzise verfolgen. Besonders kräftig sollte die Fertigungstiefe beim Infrastrukturmanagement fallen, nämlich von durchschnittlich 61 auf 46 Prozent, und bei der Softwareentwicklung immerhin von 44 auf 38 Prozent.

Wenn man die Gesamtsicht einnimmt muss man also konstatieren, dass bislang nichts von den Prognosen wahr geworden ist, auch nicht ansatzweise. Im Gegenteil: Die Tendenz ist weiter steigend.

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