Strategien


IT-Manager wetten

Industrie 4.0: IT vor Fertigung

01. Juli 2015
Von Alpha Barry und Jens Hartmann
Alpha Barry, Head of Methods, Tools and Business Process Development ThyssenKrupp AG und Jens Hartmann, IT-Strategist, ThyssenKrupp AG, wetten, dass in zehn Jahren eine erfolgreich transformierte IT-Organisation mehr Potenzial zur Differenzierung und Wettbewerbsvorteile bietet als die herkömmliche Fertigungs- und Produktionskompetenz von Industrieunternehmen.
Alpha Barry ist Head of Methods, Tools and Business Process Development der ThyssenKrupp AG.
Alpha Barry ist Head of Methods, Tools and Business Process Development der ThyssenKrupp AG.
Foto: ThyssenKrupp

Die Wettbewerbssituation deutscher Industrieunternehmen auf globalen, stark volatilen Märkten ist gekennzeichnet von hohen Produkt- und Prozesskomplexitäten, die sich durch stetig verkürzende Produktlebenszyklen fortlaufend verschärfen. Die Produktvielfalt und insbesondere die Variantenvielfalt je Produkt steigen durch Individualisierungswünsche zunehmend an. Hinzu kommen stetig neue Materialien in der Produktion zum Einsatz sowie der Wunsch zur weitergehenden Flexibilisierung von Arbeit in den Industrieländern.

Vor diesem Hintergrund stellt Industrie 4.0Industrie 4.0 für viele Industrieunternehmen einen massiven Umbruch sowie eine enorme Chance dar. Die nachhaltige Digitalisierung von Produktions- und Logistikprozessen eröffnet ein vielfältiges Potenzial zur Schaffung von Wettbewerbsvorteilen: von der reinen Ressourcenoptimierung über Effizienzsteigerungen bis zur Etablierung neuer Geschäftsmodelle. Alles zu Industrie 4.0 auf CIO.de

Dr. Jens Hartmann ist IT-Strategist der ThyssenKrupp AG.
Dr. Jens Hartmann ist IT-Strategist der ThyssenKrupp AG.
Foto: ThyssenKrupp AG

Erst durch den intelligenten Einsatz von IT werden solche Wettbewerbsvorteile möglich, weshalb wir (gerne etwas provokativ) prognostizieren, dass im Jahre 2025 die Digitale Kompetenz eines Industrieunternehmens mehr Differenzierungspotenzial und Wettbewerbsvorteile bieten wird als klassische Fertigungs- und Produktionskompetenzen.

Software Defined Infrastructure in Deutschland 2016

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Software Defined Infrastructure (SDI) hilft Ihnen IT-Ressourcen kosteneffizienter und flexibler zu nutzen.
Weitere Vorteile und eine Roadmap zur SDI laut IDC erfahren Sie in dieser Studie.

Bevor jedoch die strapazierte Diskussion um den Wertbeitrag der IT im Unternehmen so einfach abgeschlossen werden kann, müssen noch einige "Hausaufgaben" in der IT selbst erledigt werden. Denn gegenwärtig hat die IT häufig Komplexitätsstufen erreicht, die bisweilen nur noch mit enormen Aufwänden beherrschbar sind. Dies betrifft insbesondere gewachsene System- und Applikationslandschaften, inkompatible Schnittstellen sowie proprietäre Dateiformate. Die Anforderung an die IT, sich stetig nach sich weiterentwickelnden Business-Anforderungen auszurichten, wird daher immer seltener wirtschaftlich abbildbar.

In einer solchen Ausgangssituation ist die erfolgreiche Realisierung von Industrie 4.0 zum Scheitern verurteilt. Die entscheidende Prämisse für die erfolgreiche Digitalisierung von Industrieunternehmen ist eine grundlegende Transformation und Neuausrichtung der bestehenden IT-Organisation, die wir in Form einer CIO-Agenda in diesem Artikel grob skizzieren.

Das CIO-Jahrbuch 2015
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Foto: cio.de

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