Bankenbranche

ING-Diba-Chef hält Fusionen für unvermeidbar

12. September 2016
Der Chef der Direktbank ING Diba hält Fusionen in der deutschen Bankenbranche für unvermeidlich. "An Zusammenschlüssen geht kein Weg vorbei", sagte Roland Boekhout im Gespräch mit der "Welt am Sonntag".
ING-DiBa Vorstandsvorsitzender Roland Boekhout
ING-DiBa Vorstandsvorsitzender Roland Boekhout
Foto: ING-DiBa

Falls Fusionen ausblieben, müsse am Ende noch der Staat dem ein oder anderem Institut finanziell unter die Arme greifen. In Zeiten von dauerhaft niedrigen Zinsen reiche es nicht aus, Ausfälle an Einnahmen etwa durch höhere Gebühren auszugleichen. Vor allem die Filialbanken müssten nun kräftig sparen. Wer dies nicht tue, werde früher oder später vom Markt verschwinden. "Der Konsolidierungsdruck ist gewaltig", so Boekhout.

Ob die zum niederländischen Kreditinstitut ING gehörende Privatkundenbank selbst schon potenzielle Übernahmekandidaten ins Visier genommen hat, dazu hielt sich Boekhout bedeckt. Anfang des Monats hatten Planspiele über einen Zusammenschluss von Deutscher Bank und Commerzbank für Aufsehen gesorgt. Beide Institute stehen wegen des anhaltenden Zinstiefs und der anstehenden Digitalisierung unter Druck. Die Chefs beider BankenBanken sind zwar der Ansicht, dass es in Deutschland zu viele Institute gibt, wollen sich aber nicht zusammentun. (dpa/rs) Top-Firmen der Branche Banken

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