Cloud Computing


16 Rechenzentren in die Cloud

ING Group: Endstation Cloud

28. Juni 2012
Von Ursula Pelzl
Steve van Wyk, CIO der ING Group, steuert den niederländischen Allfinanzkonzern über die Private Cloud in hybride Systemwelten. Endstation: Cloud. Ankunftszeit: offen.
Steve van Wyk, CIO der ING Group: "Bis wir höchstvertrauliche Daten und Informationen in öffentliche Wolken stellen, muss die Technik noch verbessert werden."
Steve van Wyk, CIO der ING Group: "Bis wir höchstvertrauliche Daten und Informationen in öffentliche Wolken stellen, muss die Technik noch verbessert werden."
Foto: IngGroup

Sie haben lange kritische Blick in den IT-Himmel geworfen und den Kopf geschüttelt. BankenBanken und VersicherungenVersicherungen sind definitiv keine First Mover im Cloud ComputingCloud Computing. Sicherheit und ComplianceCompliance quälen die Finanzdienstleister. Allenfalls Teilauslagerungen in private Wolken galten bis jetzt als machbar. Doch nun scheint ein Wandel in Sicht: Bis Mitte des Jahrzehnts wollen mehr als 80 Prozent der Finanzdienstleister geschäftskritische Anwendungen in eine öffentlich zugängliche Public Cloud verlagern, so das Ergebnis einer Umfrage von HPHP unter 317 IT-Entscheidern und CIOs von Finanzdienstleistern in der Region EMEA im Sommer 2011. ' Alles zu Cloud Computing auf CIO.de Alles zu Compliance auf CIO.de Alles zu HP auf CIO.de Top-Firmen der Branche Banken Top-Firmen der Branche Versicherungen

Noch betreibt die Mehrheit der Banken und Versicherungen zwar überwiegend abgeschottete Private-Cloud-Modelle, die im eigenen RechenzentrumRechenzentrum oder bei einem IT-Dienstleister betrieben werden. Doch erste Erfahrungen in der VirtualisierungVirtualisierung beschleunigen die Reise, wie das Beispiel des niederländischen Allfinanzkonzerns ING Groep N.V. zeigt. Alles zu Rechenzentrum auf CIO.de Alles zu Virtualisierung auf CIO.de

"Wir sind Gläubige geworden", erklärt CIO van Wyk. "ING hat von den in den vergangenen Jahren bereits umgesetzten Virtualisierungsprojekten und Teilauslagerungen der IT in die Private Cloud profitiert. Wir können heute durch die Cloud-Lösung den Zugriff auf Anwendungen und Informationen für Kunden und Angestellte viel schneller und effizienter bereitstellen als in der Vergangenheit. Unsere Time-to-Market hat sich deutlich verbessert."

Der CIO des niederländischen Finanzkonzerns, zu dem Filial- und Direktbanken sowie Versicherungsunternehmen in weltweit 40 Ländern gehören, ist von den Vorteilen der virtuellen Datenwelten überzeugt. "In puncto Flexibilität, Geschwindigkeit und Kosteneffizienz ist die Cloud nicht zu toppen. Sie sichert die Wettbewerbsfähigkeit unser Institute in einem Markt, der sich permanent und schnell an immer neue Regularien und Herausforderungen anpassen muss."

Eine Sicht der Dinge, die die von HP befragten IT-Chefs der Finanzbranche teilen. 41 Prozent wollen durch Cloud Computing flexibler agieren, 21 Prozent innovativer werden. 20 und 40 Prozent der Betriebskosten glauben die CIOs durch den Einsatz eines Mischmodells von klassischem IT-Betrieb und Cloud einsparen zu können. Die Zahlen aus der Umfrage will van Wyk nicht konkret bestätigen - doch er sagt, die Einsparungen seien "beachtlich", und verweist auf ein Beispiel: "Wenn wir in der Vergangenheit eine neue Applikation entwickeln wollten, hat das von der Planung und Umsetzung bis hin zur Einführung in der Bank etwa drei bis sechs Monate gedauert.

Heute können wir die gleiche Aufgabe in einer virtuellen Umgebung in Stunden, wenn nicht gar in Minuten realisieren. Durch diese viel schnellere Bereitstellung generieren wir viele Vorteile. Wir brauchen weniger Personal und sind schneller am Markt. Man kann sich vorstellen, dass das Einsparpotenzial gegenüber der traditionellen Banken-IT-Welt enorm ist."