Hamburger IT-Strategietage


IT-Strategietage

Innovationen bleiben Knochenarbeit

14. Februar 2014
Von Sven Ohnstedt
In einer Diskussion sprachen die Teilnehmer über die Rolle des CIOs bei Innovationen, den Umgang mit sozialen Netzwerken und Crowdsourcing.

Nein, zu kontroversen Diskussionen kam es nicht – dazu fehlte es schlicht an Kontroversen. Stattdessen wirkten die Referenten selbst etwas überrascht, dass ihre Erfahrungen derart übereinstimmen, obwohl sie die aktuellen Entwicklungen in der IT-Branche aus unterschiedlichen Blickwinkeln wahrnehmen. Auf dem Podium standen:

  • Bernd Kuntze, CIO von Haas Food Equipment

  • Christian Dietl, Head of Marketing & Products von BT Germany

  • Dirk Pohla, Managing Director DACH von Appian Europe

  • Peter Ratzer, Technology Lead Partner von Deloitte Consulting

Bernd Kuntze, CIO von Haas Food Equipment auf den Hamburger IT-Strategietagen
Bernd Kuntze, CIO von Haas Food Equipment auf den Hamburger IT-Strategietagen
Foto: Foto Vogt

So wurde deutlich, dass die zur Verfügung stehenden Budgets in IT-Abteilungen wieder steigen – langsam zwar, aber immerhin. Dadurch ergebe sich zumindest etwas mehr Spielraum für innovative ProjekteProjekte. Ebenso bestand kein Zweifel daran, dass sich CIOs als Business Partner ins Gespräch bringen müssen. „Wirtschaft funktioniert in Echtzeit, es gibt keinen Stillstand mehr. Die IT muss in der Lage sein, mit ihren Mitteln und Methoden unterstützen zu können“, formulierte es Dietl. Alles zu Projekte auf CIO.de

„Auch wenn hin und wieder das Gegenteil behauptet wird: CIOs bleiben modern. Wenn es um die durchgängigen Prozesse im Unternehmen geht, kann uns niemand so schnell etwas erklären“, pflichtete Kuntze bei. „IT-Innovationen werden zunehmend zum Wettbewerbsvorteil“, ergänzte Ratzer.

Auch die übrigen Thesen der Referenten fanden allgemeine Zustimmung – eine Auswahl:

  • „Die Innovationszyklen werden kürzer.“ (Ratzer)

  • „Mangelnde Akzeptanz von Software und Plattformen führt zu Schatten-IT.“ (Pohla)

  • „CIOs können Innovation unterstützen, werden aber so oftmals nicht wahrgenommen.“ (Ratzer)

  • „Innovation ist und bleibt echte Knochenarbeit.“ (Kuntze)

  • „CIOs müssen unbedingt den Mehrwert ihrer Lösung aufzeigen.“ (Dietl)

Zumindest der Einsatz sozialer NetzwerkeNetzwerke führte zu keiner einheitlichen Meinung. Die Bedeutung solcher Netzwerke wurde zwar von niemandem bestritten, jedoch handelt es sich dabei, so Kuntze, um einen „Spagat zwischen Shared Knowledge und Sicherung des geistigen Eigentums.“ „Mehrwerte entstehen durch aktive Mitarbeit“, hielt Pohla dagegen – und führte aus: „Wir verzeichnen tatsächlich Kostenvorteile durch freudige Zufälle, die sich durch soziale Netzwerke ergeben.“ Alles zu Netzwerke auf CIO.de

„Natürlich diskutieren wir auch über Crowdsourcing“, ergänzte Kuntze, „es fällt mir dennoch schwer, gewisse Dinge außer Haus zu geben.“ Stimmen aus dem Publikum betonten noch die Kosteneffizienz derartiger Ansätze, räumten allerdings ein, dass es letztlich eine Frage der Unternehmenskultur sei, wie Innovationen umgesetzt werden.

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Themen: Netzwerke und Projekte

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