Unruhe bei Karstadt und Thomas Cook

Insourcing - Arcandor holt EDS Itellium zurück

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Arcandor hat seine Anteile an EDS Itellium von EDS zurückgekauft. Aus dem Unternehmensumfeld erfuhr cio.de, dass erwartete Einsparungen nicht erzielt wurden. Außerdem steht dem Essener Konzern eine Klage des früheren Karstadt-Chefs Peter Wolf ins Haus. Und Thomas Middelhof räumt seinen Aufsichtsposten bei Thomas Cook.
Arcandor hat derzeit an einigen Fronten zu kämpfen.
Arcandor hat derzeit an einigen Fronten zu kämpfen.
Foto: Arcandor

Bei Arcandor (früher KarstadtQuelle) kracht es im Gebälk. Personalwechsel, juristische Klagen und eine Neuordnung des IT-Dienstleisters EDS Itellium beschäftigen den Essener Konzern.

Zumindest, was letzteres betrifft, gibt es Klarheit. Die HP-Tochter EDS gibt ihren Anteil von 74,9 Prozent am Gemeinschaftsunternehmen EDS Itellium in die Hände von Arcandor. Damit ist Arcandor wieder alleiniger Besitzer. Die EDS Itellium war im Mai 2007 gegründet worden, als Karstadt Teile seiner IT-Tochter Itellium an den US-Dienstleister EDS verkauft hatte.

Der Wirtschaftszeitung FAZ zufolge soll Arcandor für den Rückkauf 28 Millionen Euro bezahlt haben. Es handele sich zum Großteil um Ausgleichszahlungen für erbrachte Leistungen und offene Rechnungen. Eine EDS-Sprecherin wollte das weder bestätigen noch dementieren.

Auch zu den Gründen für den Rückkauf gibt es keine offizielle Äußerung. Die Sprecherin sagte lediglich, die gemeinsame Presseerklärung zeige ja, dass man sich "partnerschaftlich getrennt" habe. Aus dem Unternehmensumfeld von Arcandor hieß es gegenüber cio.de allerdings, dass die erwarteten Einsparungen nicht erbracht wurden.