Chip-Hersteller

Intel profitiert von Rechenzentren

16. April 2014
Der Chip-Gigant Intel gehört zu den Unternehmen, die der Wandel vom Personal Computer hin zu Smartphones und Tablets heftig getroffen hat. Es gibt jedoch mittlerweile Lichtblicke.

Der von schrumpfenden PC-Verkäufen geplagte Chip-Konzern Intel scheint aus dem Gröbsten heraus zu sein. "Im ersten Quartal haben wir ein solides Wachstum bei Rechenzentren und Anzeichen von Fortschritten im PC-Geschäft gesehen", erklärte Konzernchef Brian Krzanich am Dienstag am Sitz im kalifornischen Santa Clara. Diese Botschaft hörten die Anleger gerne: Die Aktie stieg nachbörslich um 2 Prozent.

Intel konnte nach einer Durststrecke seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wieder leicht auf 12,8 Milliarden Dollar (9,3 Mrd Euro) steigern. Die Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte sowie Umbauten im Unternehmen gingen jedoch ins Geld. Der Gewinn schrumpfte angesichts dessen um 5 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar.

Intel ist zwar unumstrittener Platzhirsch im Geschäft mit Prozessoren für Heim- und Firmenrechner. Doch der Konzern hatte den Trend hin zu SmartphonesSmartphones und TabletsTablets verschlafen, die einen immer größeren Anteil am Gesamtmarkt ausmachen. Intel arbeitet nun mit Hochdruck daran, seine Chips in Alltagsgeräte zu integrieren, um sie mit dem Internet zu verbinden. Das reicht vom Auto bis zum Babyfon. Alles zu Smartphones auf CIO.de Alles zu Tablets auf CIO.de

Noch ist das Geschäft mit dem sogenannten "Internet der Dinge" allerdings vergleichsweise klein. Fast zwei Drittel seines Umsatzes macht Intel weiterhin mit PC-Chips. Der Umsatz in diesem Feld gab erneut nach, diesmal um gut ein Prozent auf 7,9 Milliarden Dollar.

Weiterhin Sorgen bei mobilen Geräten

Bei Chips für mobile Geräte bekommt Intel weiterhin nicht so recht den Fuß in die Tür. Der Umsatz dieser Sparte fiel binnen eines Jahres von 404 Millionen auf 156 Millionen Dollar. In den meisten Smartphones und Tablets stecken Chips auf Basis der Technik des britischen Entwicklers ARM. Diese Prozessoren gelten als besonders stromsparend. Krzanich will in diesem Jahr Intel-Chips in 40 Millionen Tablet-Computer bringen. Im ersten Quartal waren fünf Millionen davon geschafft.

Dagegen konnte Intel die Verkäufe von Chips für den Gebrauch in Rechenzentren um 11 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar hochschrauben. Hintergrund ist ein steigendes Datenaufkommen auch durch Smartphones und Tablets. Zudem gewinnt das Cloud ComputingCloud Computing an Fahrt, bei dem Daten und Programme von zentralen Rechnern abgerufen werden. Alles zu Cloud Computing auf CIO.de

Intel ist der Marktführer bei Prozessoren weit vor dem Rivalen AMD. Auch in Zeiten schrumpfender PC-Verkäufe erwies sich das Geschäft als hochprofitabel. Operativ verdiente Intel im PC-Zweig 2,8 Milliarden Dollar im Quartal. Dagegen musste der Konzern in der Sparte für mobile Geräte einen operativen Verlust von 929 Millionen Dollar verdauen. (dpa/tö)

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