Jedes zweite Unternehmen verwaltet die Bestände noch ausschließlich in der Halle

Inventory Management: Der Klick ins Lager spart Kosten

20. Dezember 2006
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Das Lager gilt in vielen Firmen ausschließlich als Kostenpunkt - noch. CEOs, die weiterdenken, erwarten von ihrer IT-Abteilung im Hinblick auf die gesamte Lieferkette Vorschläge für mehr Effizienz bei der Bestandsverwaltung. Der Marktforscher Aberdeen rät in einer Studie: Auch dabei Netzwerke knüpfen.
Ziele des Inventory Managements
Ziele des Inventory Managements

In immerhin mehr als einem Viertel (27 Prozent) der Unternehmen wird Inventory Management bereits als Chance zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit gepriesen. Der Fokus liegt dabei auf einer höheren Verfügbarkeit der Produkte und besserem Service.

Wer diesem Anspruch nachkommen will, sollte nach den Erfahrungen der Studienteilnehmer zwei Punkte angehen: Die möglichst genaue Analyse von Produkten und Vertriebswegen nach Zielgruppen sowie den Aufbau von Netzwerken.

Bestandsverwaltung ist Team-Arbeit

Bestandsverwaltung, so der Tenor der Studie, kann nicht mehr isoliert betrachtet werden. Das Thema hat mit der kompletten Lieferkette und mit Sales & Operations Planning zu tun. Besonders erfolgreiche Unternehmen - von Aberdeen wegen ihrer überdurchschnittlich guten Performance als "Best in Class" bezeichnet - bilden bei der Organisation des Inventory Managements denn auch abteilungsübergreifende Teams.

Derzeitige Organisation des Inventory Managements
Derzeitige Organisation des Inventory Managements

Damit sind sie allerdings in einer Minderheit von 15 Prozent. In der Mehrzahl der Unternehmen (51 Prozent) ist Lagerbestandsverwahrung noch immer alleinige Sache des jeweiligen Standorts. Von cross-funktionellen Teams oder gar Vernetzungen mit Geschäftspartnern ist die Realität offenbar noch ein ganzes Stück entfernt.

Zur Startseite