Siemens-Portfolio in der Kritik

Investoren fordern Siemens-Umbau

15. April 2014
Drei Wochen bevor Siemens-Chef Joe Kaeser seine neue Strategie verkünden will, haben Investoren einen durchgreifenden Umbau des Elektrokonzerns gefordert.

Er erwarte "überzeugende Umbaumaßnahmen, die nicht nur kosmetischen Charakter" haben, sagte
Christoph Niesel von der Fondsgesellschaft Union Investment dem "Handelsblatt". "Ändert er zu wenig, kann sich Kaeser nicht auf strategische Defizite seines Vorgängers zurückziehen, sollte etwas nicht so laufen wie erwartet."

Dabei hätten die Investoren besonders das Siemens-Portfolio im Blick, hieß es in dem Bericht. Kaeser hatte angekündigt, das Unternehmen entlang der Hauptthemen Elektrifizierung, Automatisierung und Industriesoftware auszurichten. "Unter diesen Gesichtspunkten gibt es eine ganze Reihe von Geschäftsbereichen, die nicht unbedingt zwangsläufig zu diesen Kompetenzen passen", sagte Henning Gebhardt von Deutschlands größter Fondsgesellschaft DWS der Zeitung.

Kaesers Vorgänger Peter Löscher hatte das Siemens-Geschäft in vier große Sektoren aufgeteilt: IndustrieIndustrie, Energie, Medizintechnik und Infrastruktur. Früheren Medienberichten zufolge könnte der Konzernchef diese Struktur bei seinem Umbau auflösen, um die Bürokratie einzudampfen. Seinen konkreten Fahrplan stellt Kaeser im Mai zur Halbjahres-Bilanz vor. Dem "Handelsblatt"-Bericht zufolge wird er dabei noch keine spektakulären Abspaltungen oder größeren Verkäufe verkünden. (dpa/rs) Top-Firmen der Branche Industrie

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