Mehr Partnerschaften mit IT-Service-Firmen erwartet

IP-Technologien setzen Telefonnetz-Betreiber unter Druck

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Das Telefon ist tot – es lebe IP. Die Analysten von Gartner sehen bereits eine Revolution heraufziehen. Ihre These: Die überlebt man als Telecom-Carrier nur durch Partnerschaften mit IT-Servicefirmen oder die Konzentration auf den Netzzugang.

Mobiles Breitband, Internet Protokoll (IP) - viele Telefonnetz-Betreiber versuchen derzeit, sich als Full-Service Provider neu aufzustellen. Keine gute Idee, so die Analysten von Gartner. Statt Risiken außerhalb der Kernkompetenz einzugehen oder in unreife Technologien zu investieren, sollten sie sich klarmachen, dass ihre Margen sinken werden.

Treffen die Berechnungen der Analysten zu, so wachsen die Einkommen der Telekom-Unternehmen in den kommenden Jahren nur noch moderat von 1,3 Billionen US-Dollar (2006) auf 1,5 Billionen US-Dollar in 2010.

Der Deal mit dem Platten-Label: Da ist nicht unbedingt Musik drin

Infolgedessen sehen sich viele Netzbetreiber in neuen Marktsegmenten wie Media oder IT um. Beispiele sind die Wandlung von Telecom Italia in ein Medienunternehmen - Vereinbarungen mit Fox, MGM oder Sony bestehen bereits - oder SK Telecoms Kauf von Koreas größtem Musiklabel YBM Seoul Records.

So etwas geht noch nicht einmal in jedem zweiten Fall gut, unken die Analysten. Die Telekommunikationsfirmen brächten schlicht zu wenig Wissen mit. Martin Gutberlet, Research Vice President bei Gartner: "Synergien zwischen verschiedenen Geschäftsmodellen und Märkten sind enge Grenzen gesetzt."

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