Laufende Arbeiten, Instandhaltung und Support als Kostenfresser

IT-Abteilungen müssen Kontrolle abgeben

16. November 2006
Von Tanja Wolff
Zwei Drittel des IT-Budgets werden für laufende Arbeiten, Instandhaltung und Support verwendet. Die Folge: Es bleibt wenig Spielraum, um Projekte zu unterstützen, die die Geschäftsprozesse verbessern könnten. Aus diesem Grund sollten IT-Abteilungen einen Teil der Kontrolle und Verantwortlichkeiten an die Anwender abgeben, so das Markforschungsunternehmen Gartner.

Obwohl die Anwender häufig durch die Beschränkungen ihrer IT-Abteilungen frustriert sind, nutzen sie die Vorteile von Consumer-Technologien. Somit zeigen sie alternative Ansätze in ihren Arbeitsprozessen und in der Zusammenarbeit untereinander.

"Ohne Zweifel ist die Consumeration der wichtigste Faktor für die Entwicklung der Informationstechnologie in den nächsten zehn Jahren", sagt Peter Sondergaard, Senior Vice President bei Gartner. Allerdings gehe es dabei weniger um neue Technologien, denn diese sind bereits alle verfügbar, als vielmehr um ihren Einsatz und die Einstellung der Konsumenten ihnen gegenüber. Der allgemeine Zugang zu heute erschwinglichen Technologien und deren breite Akzeptanz erzeugen einen gesellschaftlichen Umbruch, der für Veränderungen in ihrem Gebrauch, aber auch in Geschäftsmodellen sorgt.

Laut Gartner können nur die Unternehmen von dem Phänomen profitieren, die ihre Ausgaben für Technik und Ausrüstung reduzieren. Und als Folge mehr in ihre Mitarbeiter investieren.

Die Consumeration ist eine kraftvolle neue Gemeinschaft und eine interessante Form der Mitarbeit, indem sie Angestellte in einer einzigartigen Weise mit einbezieht. Der Analyse zufolge haben Suchmaschinen, Instant-Messaging, Skype, Podcasting, drahtlose Netzwerke, MySpace, YouTube, Wikis, Peer-to-Peer-Netzwerke und Web 2.0-Anwendungen das Potential, die Produktivität qualifizierter Arbeitskräfte enorm zu erhöhen. Jedoch versuchen zu viele IT-Organisationen, diese Technologien zu kontrollieren.

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