IT-Strategie richtig überwachen - Serie - Teil 4

IT-Aktivitäten richtig kontrollieren

04. September 2006
Von Richard Nolan und F. Warren McFarlan
Investitionen in Informationstechnologie zu steuern ist eine schwierige Aufgabe. Unternehmen sind von der Technik abhängig, und gleichzeitig nimmt deren Komplexität zu. Eine Kontrolle der IT-Aktivitäten auf Aufsichtsratsebene tut Not. Im vierten und letzten Teil der Serie
Richard Nolan ist Professor emeritus für Wirtschaft an der Harvard Business School in Boston und Professor für Management and Organization an der University of Washington Business School in Seattle.
Richard Nolan ist Professor emeritus für Wirtschaft an der Harvard Business School in Boston und Professor für Management and Organization an der University of Washington Business School in Seattle.

Ein Unternehmen, das IT-Kontrolle auf Aufsichtsratsebene für nötig hält, muss drei Dinge tun: die passenden Mitglieder und den Vorsitzenden auswählen, die Beziehung der Gruppe zum Audit Committee festlegen und die Aufgaben bestimmen. Die ersten zwei Schritte sind besonders wichtig.

Wir empfehlen, unabhängige Führungskräfte in den Ausschuss zu berufen, wie es auch für das Audit und das Compensation Committee üblich ist. Auch der Vorsitz ist von großer Bedeutung. Für Firmen im Support-, Fabrik- oder Umstrukturierungsmodus muss der Vorsitzende kein Experte sein, sollte aber über IT-Kenntnisse verfügen. Geeignet ist entweder ein Vorstandsvorsitzender oder ein Top-Manager, der schon einmal die Aufgabe hatte, mit Hilfe der IT strategische Wettbewerbsvorteile in einem anderen Unternehmen zu erreichen.

In jedem Fall sollte mindestens ein Mitglied des Ausschusses ein IT-Experte sein, der gleichberechtigt neben dem Top-Management und dem Aufsichtsrat arbeitet. Seine Aufgabe ist es, festgefahrene Denkweisen im Unternehmen aufzubrechen. Er sollte technologiekritische Haltungen respektieren und muss ein kommunikativer Mensch sein, der sich nicht hinter Fachbegriffen versteckt oder herablassend mit Vorstandsmitgliedern redet.

Der Experte sollte den Ausschuss darin unterstützen, sich weniger mit den Schwierigkeiten auseinander zu setzen als vielmehr die Chancen hervorzuheben. Im Mittelpunkt sollten Visionen stehen.

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