Schlüssel zum Unternehmenserfolg

IT-Ausgaben zahlen sich aus

14. Dezember 2006
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Sparen, sparen, sparen. IT-Abteilungen stehen heute unter einem hohen Kostendruck, denn IT-Budgets werden gekürzt. Ein falscher Ansatz, wie das Beratungsunternehmen Hackett Group in einer aktuellen Befragung feststellt. Der Untersuchung zufolge rechnen sich höhere Investitionen in die IT. Davon profitieren Finanzbuchhaltung, Einkauf sowie Personalverwaltung in Form von effizienteren Prozessen und geringeren Prozess-Kosten.
Unternehmen, die mehr Geld für ihre IT ausgeben, profitieren.
Unternehmen, die mehr Geld für ihre IT ausgeben, profitieren.

Führende IT-Abteilungen geben derzeit sieben Prozent mehr Geld aus als durchschnittliche. Den Hackett-Studien zufolge setzen diese so genannten "World-Class" IT-Abteilungen derzeit 9.024 US-Dollar pro Endanwender ein, bei typischen Unternehmen sind es 8.485 US-Dollar. Damit setzt sich ein Trend aus dem Jahr 2005 fort, wonach der IT- Bereich der einzige Bereich ist, in dem die Ausgaben der World-Class-Performer über denen der typischen Unternehmen liegen. Führende Organisationen investieren außerdem 17 Prozent mehr in technologische Lösungen als typische Unternehmen.

IT- und Geschäfts-Prozesse im Gleichklang

Laut Untersuchung besteht ein ursächlicher Zusammenhang zwischen gezielten Ausgaben, um die IT zu verbessern und optimierten Geschäftsprozessen. Unternehmen, die dies erkannt haben und danach handeln, können darüber hinaus mit deutlichen Kosteneinsparungen in den Bereichen Finanzbuchhaltung, Beschaffung und Personalverwaltung rechnen. So werden Bücher jeden Monat schneller geschlossen, die Lieferantenzufriedenheit ist höher und Mitarbeiter können zielgerichtet eingestellt, eingesetzt und ausgebildet werden.

Nachweisbar hat die Buchhaltung auf Basis einer effektiven IT einen schnelleren und verbesserten Zugriff auf Finanz-Informationen. So können Ad-hoc-Berichte in durchschnittlich 1,3 Tagen erstellt werden. Durchschnittliche Firmen benötigen dafür 2,2 Tage. Führende Unternehmen stellen zudem 57 Prozent mehr elektronische Kundenrechnungen aus. Dadurch reduzieren sich Rechnungsfehler, die durch manuelle Prozesse entstehen. Zudem sinkt die Zahl der unbezahlten Rechnungen pro Tag (days sales outstanding) signifikant, was den Cashflow erhöht.

Mehrwert übertrifft Ausgaben

Die Einkaufsabteilungen in führenden Unternehmen bearbeiten im Vergleich zum Durchschnitt 36 Prozent mehr Aufträge pro Mitarbeiter und haben die Kosten pro Bestellung nahezu auf die Hälfte verringert. Der verstärkte Technologieeinsatz, etwa durch Self Services, bringt auch HR-Abteilungen auf Trab. Sie haben 13 Prozent niedrigere Kosten pro Mitarbeiter, außerdem werden Führungspositionen deutlich schneller besetzt.

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