Beliebteste Management-Methode

IT-Benchmarking hat sich grundlegend geändert

02. Dezember 2009
Partner IT Sourcing Advisory bei PwC Deutschland.
Benchmarking hat sich auf Platz 1 der Managementmethoden hochgearbeitet. Voraussetzung war, dass sich seine Zielsetzung in den letzten Jahren wesentlich gewandelt hat: von der Selbst-bestätigung zum Anstoß weitreichender Veränderungen.
Jörg Hild ist Geschäftsführer der Compass Deutschland GmbH.
Jörg Hild ist Geschäftsführer der Compass Deutschland GmbH.
Foto: COMPASS Deutschland GmbH

Eine "Hitliste" der Managementmethoden (basierend auf einer weltweiten Umfrage unter Führungskräften) veröffentlichte der die Zeitschrift "Harvard Business Manager" vor einigen Wochen. Das Benchmarking - 1998 noch an zweiter Stelle - hat mittlerweile den Spitzenplatz erobert. Was hat diesen Erfolg begründet?

Mit kumulierten Erfahrungen den Wandel managen

Zuerst ist sicherlich der stetige Wandel des wirtschaftlichen Umfelds zu nennen. Bei neuen Herausforderungen helfen oft Analogien zu Erfahrungen in vergleichbaren Situationen. Mit Benchmarking lassen sich solche Erfahrungen kurzfristig kumulieren - und zwar in strukturierter Form.

Während herkömmliche Methoden zum Anstoß von Veränderungen häufig entweder an mangelnder Akzeptanz leiden (beim Top-down-Ansatz) oder in endlosen Diskussionen versanden (beim Bottom-up-Ansatz), bringt Benchmarking mit seinem Outside-Inside-Ansatz eine ganz neue Perspektive ein. Praktiken, die sich am Markt als die Besten bewährt haben, werden in Metamodellen - sozusagen kondensierten Erfahrungen - standardisiert.

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Indem die erhobenen eigenen Daten auf diese Modelle abgebildet und so an den Werten passender Referenzgruppen gemessen werden können, erhält ein Unternehmen sehr schnell Indikatoren für einen Veränderungsbedarf: zum Beispiel deutliche Abweichungen bei der Personalstärke und dem Automatisierungsgrad eines Prozesses, den Kosten der Leistungserbringung oder der Fehlerquote.

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